Trotz Siegtreffer: Herthas später Held findet einen Makel

Bild: Maja Hitij/Getty Images
Josip Brekalo erlöst Hertha gegen Bielefeld in letzter Sekunde. Anschließend blickt der Kapitän selbstkritisch auf den entscheidenden Moment.
Josip Brekalo bescherte Hertha BSC mit seinem späten Elfmetertor einen 1:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld. Während knapp 50.000 Fans im Olympiastadion jubelten, war der Kapitän mit der Ausführung seines Strafstoßes allerdings nicht restlos zufrieden.
Brekalo bleibt nach dem Siegtor selbstkritisch
Bielefelds Maximilian Großer hatte den Ball in der Nachspielzeit mit der Hand berührt und damit den entscheidenden Strafstoß verursacht. Brekalo übernahm die Verantwortung und schoss wuchtig in Richtung des linken unteren Ecks. Arminia-Torwart Jonas Kersken ahnte die Ecke, kam mit der Hand noch an den Ball und konnte den Treffer dennoch nicht verhindern.
Genau dieser Umstand beschäftigte den Hertha-Kapitän anschließend. „Wenn der Torwart dran war, dann sieht man nicht so souverän aus“, sagte Brekalo laut dem Berliner Kurier. Trotz seines entscheidenden Beitrags zum Heimsieg blieb der Kroate damit kritisch.
Hertha bewahrt trotz vergebener Chancen die Ruhe
Für Brekalo passte der Strafstoß zum gesamten Auftritt der Berliner. „Ich glaube auch, dass mein Elfmeter gezeigt hat, dass wir genau das verdient haben, obwohl wir nicht gut geschossen haben.“
Wie bereits beim torlosen Unentschieden gegen Holstein Kiel ließ Hertha auch gegen Bielefeld zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt. Anders als in der Vorwoche gelang diesmal aber noch der entscheidende Treffer. Brekalo hob vor allem hervor, wie seine Mannschaft mit dem ausbleibenden Tor umgegangen war: „In der ersten Halbzeit sind wir leider nicht in die Führung gegangen, aber wir haben bis zum Ende gekämpft, bis zum Ende geglaubt. Wir haben nicht die Ruhe verloren.“