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Transferausgaben im Sommer 2026: FC Bayern und Hoffenheim führen das BL-Ranking an

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Die Bundesliga-Vereine halten sich auf dem Transfermarkt noch zurück. Nur der FC Bayern knackt die 100-Millionen-Marke bereits.

Es sind noch mehrere Wochen Zeit, damit sich die Bundesliga-Teams für die Saison 2026/27 ordentlich auf dem Transfermarkt verstärken können. Alle 18 Klubs der Bundesliga haben jeweils mindestens zwei Spieler verpflichtet, der Höchstwert liegt beim Aufsteiger SC Paderborn mit zehn neuen Profis. Das ergeben Daten von transfermarkt.de.

FC Bayern steht an der Spitze

In Sachen Ausgaben hat der FC Bayern wieder die Führung in der Bundesliga übernommen. Die Münchner verpflichteten bislang den marokkanischen WM-Star Ismael Saibari. Für den Offensivakteur wandern 50 Millionen Euro in die Kasse der PSV Eindhoven. Zudem wechselt Außenverteidiger Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern für den Sockelbetrag von 50 Millionen Euro. Insgesamt haben die Münchner gerundet bereits 103 Millionen Euro ausgegeben, da Noel Aseko vom Zweitligisten Hannover 96 zurückgekauft wurde. Der Offensivakteur könnte aber gleich weiter nach Frankfurt transferiert werden.

Bei der Eintracht steht ein Umbruch an. Dennoch sollen zunächst zahlreiche Spieler den Klub verlassen. Auf der Einkaufsseite stehen bislang Malik Pimpong und Noel Futkeu. Pimpong ist 18 Jahre alt und linker Außenstürmer. Die Eintracht zahlte für ihn 3,5 Millionen Euro an den dänischen Klub Midtjylland. Futkeu wurde vom Zweitligisten Greuther Fürth für 1,3 Millionen Euro zurückgekauft, könnte aber auch nochmal transferiert werden.

Zurück zu den Top-Teams bei den bisherigen Transferausgaben: Die TSG 1899 Hoffenheim will durch die neue Dreifachbelastung mit der Europa League sich deutlich verstärken. Schon sechs neue Spieler und Ausgaben von 54,7 Millionen Euro stehen zu Buche. Der Top-Transfer der Hoffenheimer ist Belgiens Nathan de Cat. Dafür erhält der RSC Anderlecht 20 Millionen Euro. Aktuell hat die TSG unter den Bundesligaklubs damit hinter dem FC Bayern das meiste Geld in Sachen Transfers ausgegeben.

Auch Bayer 04 Leverkusen greift auf dem Transfermarkt kräftig zu. 53 Millionen Euro an Ausgaben sind registriert, dafür wurden fünf neue Spieler geholt. Der teuerste Deal: Linksaußen Alfons Moreira. Für den Portugiesen zahlt Leverkusen 29,5 Millionen Euro an Olympique Lyon.

Auf Platz vier im Ranking folgt Borussia Dortmund. Für drei neue Spieler wurden bislang 30,5 Millionen Euro ausgegeben: Dortmund zahlte 19,5 Millionen Euro an RB Salzburg für Innenverteidiger Joane Gadou, sieben Millionen Euro für Linksverteidiger Kaua Prates an EC Cruzeiro und vier Millionen Euro für Offensivakteur Justin Lerma an Independiente in Ecuador. Mit den neuen Adeyemi-Millionen dürften weitere Deals folgen.

Freiburg greift für neuen Torwart tief in die Tasche

Der SC Freiburg zeigt wiederum, dass sich seine sportlich guten Ergebnisse auch auf die Ausgaben auf dem Transfermarkt niederschlagen. Auch die Freiburger haben schon 29 Millionen Euro ausgegeben. Zwölf Millionen Euro gingen davon an Werder Bremen für Torwart Mio Backhaus. Zehn Millionen Euro ließen sich die Freiburger Keisuke Goto kosten, ein japanischer Mittelstürmer von RSC Anderlecht.

Verhältnismäßig ruhig geht es bei RB Leipzig zu, das für seine Verhältnisse erst 20,5 Millionen Euro für zwei neue Spieler investiert hat. 20 Millionen Euro kostete dabei Gladbach-Kapitän Rocco Reitz.

Die Gladbacher selbst haben erst 12,5 Millionen Euro ausgegeben, dafür aber schon acht neue Profis verpflichtet. Mit Stürmer Isac Lidberg (Darmstadt 98, 3,5 Mio. Euro) und Verteidiger David Herold (Karlsruher SC, 3,5 Mio. Euro) bediente man sich zweimal in der 2. Liga. In Gladbach werden derzeit kleinere Brötchen gebacken.

Bei Aufsteiger Schalke 04 stehen erst Ausgaben von 1,9 Millionen Euro für drei Spieler (Satoshi Tanaka / Düsseldorf, Junior Adamu / Freiburg, Kevin Müller / Heidenheim) zu Buche, hier dürfte aber noch Bewegung reinkommen.

Der Hamburger SV hat auch erst vier Profis neu verpflichtet, dafür aber 6,5 Millionen Euro bezahlt. Fest verpflichtet wurde nun der Däne Albert Gronbaek, von dem man sich im offensiven Mittelfeld Impulse erhofft. Stade Rennes erhält dafür 4,7 Millionen Euro.

Bremen plant Umbruch

Nord-Rivale Werder Bremen liefert nach Paderborn die höchste Zahl an neuen Spieler-Verpflichtungen (acht). Allerdings kosteten nur zwei Profis bislang Ablöse: Torwart Karl Hein (3 Mio. Euro / Arsenal) und Innenverteidiger Oskar Wojcik (3 Mio. Euro / Cracovia). Sechs Millionen Euro investierte Werder demnach bislang.

Auch Aufsteiger SV Elversberg rüstet sich für die Bundesliga, sechs Spieler kosteten bislang 7,6 Millionen Euro. Ein Knaller-Transfer für die Saarländer sind die sechs Millionen Euro für Rechtsaußen Cole Campbell von Borussia Dortmund.

Bei Union Berlin wartet man noch auf eine Transfermarkt-Offensive. Gezahlt wurden bislang 1,5 Millionen Euro für Stanley Nsoki an Hoffenheim. Dazu kommen ablösefrei Innenverteidiger Zeno van den Bosch von Royal Antwerpen und Gladbach-Rückkehrer Marvin Friedrich.

Der FC Augsburg hat fünf Profis für 7,3 Millionen Euro verpflichtet, darunter Mittelstürmer Rodrigo Ribeiro (Sporting B, 5 Mio. Euro).

In Mainz treten sechs neue Spieler ihren Dienst schon an (Ausgaben: fünf Mio. Euro). Besonders spannend dürfte die Entwicklung von Mittelfeldspieler Eric Martel sein, der ablösefrei aus Köln kam.

Der 1. FC Köln selbst hat mit 19,9 Millionen Euro an Ausgaben schon ordentlich investiert. Fünf Spieler wurden geholt. Verteidiger Jahmai Simpson-Pussey wurde nun fest von Manchester City verpflichtet (sechs Mio. Euro). Auch für Linksaußen Jakub Kaminski (VfL Wolfsburg / 5,5 Mio. Euro) wurde die Fünf-Millionen-Marke geknackt.

Deshalb liegt Champions-League-Starter VfB Stuttgart im Ranking sogar hinter Köln (7. vs. 8.). Die Stuttgarter haben vier Spieler geholt. Von den 16,2 Millionen Euro an Ausgaben gehen 15 Millionen Euro an Leicester City. Nach einem Jahr Leihe haben die Schwaben Offensivakteur Bilal El Khannouss fest verpflichtet. Als Transfercoup gilt dagegen die ablösefreie Verpflichtung von Mittelfeldspieler Grischa Prömel aus Hoffenheim.

Transferausgaben der Bundesligaklubs bis zum 11.7.2026

Platz 1: FC Bayern München, 103 Mio. Euro, 3 neue Spieler

Platz 2: TSG 1899 Hoffenheim, 54,7 Mio. / 6

Platz 3: Bayer 04 Leverkusen, 53 Mio. Euro / 5

Platz 4: Borussia Dortmund, 30,5 Mio. Euro / 3

Platz 5: SC Freiburg, 29 Mio. Euro / 3

Platz 6: RB Leipzig, 20,5 Mio. Euro / 2

Platz 7: 1. FC Köln, 19,9 Mio. Euro / 5

Platz 8: VfB Stuttgart, 16,2 Mio. Euro / 4

Platz 9: Borussia Mönchengladbach, 12,5 Mio. Euro / 8

Platz 10: SV Elversberg, 7,6 Mio. Euro / 6

Platz 11: FC Augsburg, 7,3 Mio. Euro / 5

Platz 12: Hamburger SV, 6,5 Mio. Euro / 4

Platz 13: Werder Bremen, 6 Mio. Euro / 8

Platz 14: 1. FSV Mainz 05, 5 Mio. Euro / 6

Platz 15: Eintracht Frankfurt, 4,8 Mio. Euro / 2

Platz 16: FC Schalke 04, 1,9 Mio. Euro / 3

Platz 17: 1. FC Union Berlin, 1,5 Mio. Euro / 3

Platz 18: SC Paderborn, 0,85 Mio. Euro / 10

Quelle: Transfermarkt.de

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