BundesligaEintracht Frankfurt

Sechserpack in Leipzig: Wer ist schuld an Frankfurts Abwehrkrise?

Bild: Fabio Deinert/Getty Images

Nach der nächsten Klatsche in Leipzig steht die Frankfurter Defensive in der Kritik. Doch liegt das Problem beim Kapitän oder tiefer?

Zum zweiten Mal innerhalb von rund zehn Monaten verlor Eintracht Frankfurt bei RB Leipzig mit 0:6. Nach fünf Spieltagen stehen damit nur fünf Punkte und bereits 16 Gegentore zu Buche.

Dabei ist die Mannschaft von Adi Hütter offensiv durchaus gefährlich und traf an jedem der ersten vier Spieltage schon in den ersten zehn Minuten.

Defensiv fehlt aber die Stabilität: In Leipzig lag die Eintracht bereits nach fünf Minuten mit 0:2 und zur Pause mit 0:4 zurück.

Der Kapitän in der Kritik

Im Fokus steht vor allem Kapitän Robin Koch, den Hütter zur Halbzeit auswechselte. Schon auf der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte der Trainer mehr von ihm gefordert, wie der hessenschau berichtete: „Da ist noch viel Potenzial nach oben.“

Nach dem Spiel begründete Hütter die Auswechslung damit, dass auch Kochs Leistung nicht ausgereicht habe. Eine solche Entscheidung müsse ein Führungsspieler aushalten können.

Die Kritik richtet sich aber nicht nur gegen den Kapitän. Sportvorstand Markus Krösche bemängelte, die Mannschaft habe als Kollektiv schlecht verteidigt, zu große Abstände gehalten und sich zu oft isolieren lassen.

Hat die Kaderplanung versagt?

Auch die Zusammenstellung des Kaders wirft Fragen auf. Im Sommer verließen mit Nathaniel Brown, Aurèle Amenda und Arthur Theate gleich mehrere Abwehrspieler den Verein.

Neu kamen unter anderem Lilian Brassier und Otávio. Ob das reicht, um die Defensive zu stabilisieren, darf nach 16 Gegentoren zumindest bezweifelt werden.

Hütter muss Lösungen finden

Für den Trainer geht es nun darum, seiner Mannschaft wieder Halt zu geben. Die Grundformation sei dabei nicht entscheidend, betonte Hütter: Ob mit Dreier- oder Viererkette, Frankfurt müsse als Mannschaft besser verteidigen.

Auch Koch steht vor der Aufgabe, auf die Kritik zu reagieren. Ob die Auswechslung in Leipzig ein einmaliges Signal war oder längerfristige Folgen hat, dürften schon die kommenden Spiele zeigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert