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Sechs Stars zur Auswahl: Wer ist der passendste Zehner für den FC Bayern?

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Nathaniel Brown überrascht im Supercup auf der Zehner-Position beim FC Bayern. Trainer Vincent Kompany hat nun die Qual der Wahl.

Am Samstag gewann der FC Bayern den Supercup bei Borussia Dortmund (2:1). Eine große Überraschung dabei: Neuzugang Nathaniel Brown spielte auf der Zehner-Position. Die Überraschung gelang Trainer Vincent Kompany, zumal Brown die 1:0-Führung für den FC Bayern erzielte.

Brown spielte in Frankfurt Außenverteidiger

Überwiegend hat Brown bei seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt als Außenverteidiger gespielt. Seine zweite Position ist eigentlich im defensiven Mittelfeld auf der Sechs. Nun überzeugte der junge Nationalspieler auch auf der Zehn, weshalb der FC Bayern eine noch größere Auswahl für diese Position besitzt.

Es ist quasi die Qual der Wahl unter mindestens sechs ambitionierten Spielern, den passendsten Spielmacher für die Münchner zu bestimmen.

Dabei ist allein der Begriff Zehner oder Spielmacher schon umstritten. Denn anders als früher gibt es meist nicht den Spieler im Komplettpaket, der dribbelt, passt, Tore vorbereitet und erzielt, dazu im Idealfall noch die Freistöße und Ecken schlägt. Zahlreiche Teams arbeiten eher mit einem zweiten Stürmer, der etwas zurückgezogen auf der Zehn spielt.

Der FC Bayern hat nun auf jeden Fall eine Auswahl an sehr unterschiedlichen Spielertypen.

Musiala war auf der Zehn gesetzt

Ohne Frage: Eigentlich war Jamal Musiala auf der Zehner-Position gesetzt. Er sollte die Zukunft des FC Bayern sein, dafür ist er im neuen Vertrag auch zum drittbestbezahlten Spieler in Europa aufgestiegen mit einem Jahresgehalt zwischen 25 und 30 Millionen Euro, wenn die Saison relativ erfolgreich verläuft.

Nun kam aber bekanntlich einiges hinzu: Musiala verließ sich zu stark auf seine Dribbelstärke, es fehlte ein wenig an Passgenialität und Abschlussstärke vor dem Tor. Dann folgten bei ihm schwere Verletzungen, bevor nun seine „Absencen“ öffentlich wurden. Gesundheitlich ist Musiala alles Gute zu wünschen, dennoch bleibt natürlich ein Fragezeichen dahinter, in welcher Intensität und Formstärke er dem FC Bayern helfen kann.

Schon vor der Zeit von Musiala galt Serge Gnabry stets als eine Alternative auf der Zehn. Die Stärke des Routiniers ist ein gutes Gefühl für den Raum, ein gefährlicher letzter Pass und ein starker Abschluss auch außerhalb der Strafraumgrenze. Gnabry fehlte lange die Konstanz in seinen Leistungen, dies änderte sich in der vergangenen Saison. Doch ausgerechnet im Frühjahr warfen ihn wieder Verletzungen zurück.

Kane war auf dem kompletten Platz präsent

Extrem zufrieden war der FC Bayern in der vergangenen Saison aber auch mit einer weiteren Alternative als Spielmacher: Harry Kane. Oft ließ sich der Engländer auf die Position der hängenden Spitze zurückfallen, dabei ackerte er auch in der eigenen Hälfte und entwickelte Gefahr bereits 30 Meter vor dem gegnerischen Tor. Auffällig: Wenn Musiala zurück ins Spiel kam, war Kane wieder in seinem Handlungsspielraum als Mittelstürmer eingeschränkt und kam über den ganzen Platz verteilt nicht so sehr zur Entfaltung.

Die nächste Alternative hat sich der FC Bayern in diesem Sommer eingekauft: Es ist Ismael Saibari, der ebenfalls die Zehn bekleiden kann. Bei der WM überzeugte er zwar als Speerspitze im Angriff, bei seinem Ex-Klub PSV Eindhoven war er meist als Spielmacher platziert. Noch sind die Planungen mit Saibari nicht komplett bekannt, zumal der Marokkaner im Grunde alle Positionen in der Offensive bekleiden kann.

Olise die beste Option?

Die beste Option auf der Zehner-Position wäre derzeit allerdings wohl Michael Olise. Der Franzose war bei der WM 2026 einer der drei besten Zehner des Turniers, einzig gegen Spanien fehlte ihm die Durchschlagskraft. Olise brachte eines der besten Gesamtpakete auf dieser Position mit, starkes Dribbling, gefährliche letzte Pässe und Abschlussstärke. Olise betonte auch, dass die Zehner-Stelle seine Lieblingsposition sei. Beim FC Bayern könnte Olise in die Mitte rücken, wenn am rechten Flügel der verletzte Lennart Karl wieder zurückkehrt.

Insgesamt hat Vincent Kompany eine großartige Auswahl für die Zehner-Position. Nun gilt es nur, zur richtigen Zeit das richtige Spielerprofil zu wählen. In der vergangenen Saison lag er leider mit Jamal Musiala im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain falsch. Diese Saison, in der erklärtermaßen der Champions-League-Sieg das Ziel ist, muss im Frühjahr diese neuralgische Stelle perfekt besetzt sein.

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