Schalke kämpft gegen Punktabzug

Bild: Adam Pretty/Getty Images
Beim FC Schalke 04 ist das deutsche Transferfenster geschlossen – die finanzielle Arbeit aber noch längst nicht beendet.
Königsblau muss sein negatives Eigenkapital bis zum 31. Dezember mindestens stabil halten. Gelingt das nicht, droht dem Bundesliga-Aufsteiger ein Abzug von drei Punkten für die Saison 2027/28. Der eigentlich erwartete millionenschwere Spielerverkauf blieb im Sommer allerdings aus.
Schalke muss Eigenkapitalregel erfüllen
Schon vor dem Ende der Transferperiode hatte Sportvorstand Frank Baumann angekündigt, dass Schalke auf der Abgangsseite noch Einnahmen erzielen müsse. Ein prominenter Verkauf kam letztlich jedoch nicht zustande.
Besonders Moussa Sylla galt lange als Kandidat für einen Wechsel. Der Angreifer blieb ebenso in Gelsenkirchen wie mehrere Profis, denen Schalke grundsätzlich keine Steine in den Weg legen würde. Damit bleibt die Eigenkapitalregel für den Verein ein Thema. Der S04 darf sein negatives Eigenkapital bis zum Jahresende nicht weiter verschlechtern. Andernfalls droht der sportlich empfindliche Punktabzug.
Ganz geschlossen ist die Tür für zusätzliche Einnahmen allerdings noch nicht. Während in Deutschland seit Dienstagabend keine Spieler mehr verpflichtet werden können, bleiben mehrere ausländische Transfermärkte noch geöffnet. Schalke könnte Profis deshalb weiterhin an Klubs aus diesen Ländern abgeben.
Mulder beschwört das „neue Schalke“
Nervosität wollen die Verantwortlichen dennoch nicht aufkommen lassen. Direktor Profifußball Youri Mulder zeigte sich bereits vor dem Deadline Day zuversichtlich. „Das ist auch das neue Schalke, dass wir nicht sofort in Hektik verfallen“, erklärte der Niederländer gegenüber DAZN. Die Führungsetage habe in den vergangenen Jahren bereits bewiesen, dass sie die finanzielle Situation des Klubs verbessern könne.
Ganz gelöst ist die Aufgabe damit allerdings noch nicht. Nach dem ausgebliebenen großen Sommer-Verkauf muss Schalke in den kommenden Monaten andere Wege finden, um die Vorgaben bis zum Jahresende einzuhalten.