Rot für El Mala? Ex-Schiedsrichter fällt klares Urteil

Bild: Lars Baron/Getty Images
Beim torlosen Remis zwischen Köln und Schalke sorgt eine Szene für große Aufregung. Ein Ex-Schiedsrichter hat dazu eine klare Meinung.
Manuel Gräfe hat den umstrittenen Schubser von Kölns Said El Mala im Spiel gegen Schalke 04 bewertet. Rot hätte es aus Sicht des früheren Bundesliga-Schiedsrichters nicht geben müssen, eine Gelbe Karte aber schon.
Beim 0:0 hatte El Mala Soufiane El-Faouzi in seinen Mitspieler Robin Gosens geschubst. Die beiden prallten mit den Köpfen zusammen, blieben blutend liegen und mussten minutenlang behandelt werden. Für beide war das Spiel danach beendet.
„Gelb wäre wünschenswert gewesen“
Der Freistoß sei klar gewesen, erklärte Gräfe bei Bild. Das Schubsen in einen Gegner sei unsportlich und hätte mit Gelb bestraft werden müssen.
Für die schweren Folgen könne man El Mala aber nicht verantwortlich machen. „Gelb wäre wünschenswert gewesen, aber kein Rot, weil die eigene aktive Kopfballbewegung von El-Faousi zum Schluss in der Bewegung zu dem unglücklichen Zusammenprall führt“, führte Gräfe aus.
Genesungswünsche auch von El Mala
Gräfe sprach von einem unglücklichen Zusammenprall, weil beide Schalker nur auf den Ball geschaut hätten. Beiden wünschte er eine gute Besserung, El Mala habe das laut Gräfe ebenfalls bereits getan.
Sein Fazit fiel trotzdem eindeutig aus. „Unsportlich das Schubsen in den Gegner, aber für die Tragweite kann man El-Mala nicht mit Rot bestrafen.“