Punktgleich mit Bayern: Warum beim BVB trotzdem Zweifel bleiben

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Dortmund steht vor einer wichtigen Woche. Die Bilanz spricht für Kovacs Mannschaft, doch die jüngsten Auftritte zeigen eine entscheidende Schwäche.
14 Punkte aus sechs Bundesligaspielen, noch keine Niederlage und nur vier Gegentore: Borussia Dortmund geht punktgleich mit dem FC Bayern in den siebten Spieltag. Die Bilanz zeigt, dass Niko Kovacs Mannschaft schwer zu schlagen ist. Offensiv fällt der Unterschied zum Tabellenführer allerdings deutlich aus: Dortmund erzielte elf Treffer.
Kovac verteidigt Dortmunds Entwicklung
Besonders das jüngste 0:0 bei Union Berlin legte Dortmunds Schwierigkeiten beim Herausspielen von Torchancen offen. Beim anschließenden 2:1 gegen Sabah FK gelang eine Steigerung, die Kovac vor dem Frankfurt-Spiel ausdrücklich verteidigte: „Die Art und Weise war größtenteils absolut in Ordnung“, sagte er nach dem Spiel. Zugleich räumte er ein: „Dass wir zu wenig Tore geschossen haben, stimmt auch.“
Damit unterscheiden sich die Probleme beider Partien: Gegen Union fehlten die Lösungen, in Baku blieben herausgespielte Möglichkeiten ungenutzt. Beides kostet Tore, verlangt vom Trainer aber unterschiedliche Antworten.
Eine davon lieferte Carney Chukwuemeka. Wie Sport1 beschreibt, setzte Kovac gegen Sabah auf eine Doppelspitze aus Serhou Guirassy und Fabio Silva. Dahinter sorgte Chukwuemeka mit Dribblings und Vorstößen für Bewegung. Er war an der Entstehung des Führungstreffers beteiligt und bereitete Guirassy später eine weitere Großchance vor.
Chukwuemeka bietet eine konkrete Lösung
„Wir brauchen spielstarke Spieler“, erklärte Kovac laut Sport1. Genau darin liegt nach dem Ausfall von Konstantinos Karetsas die Bedeutung Chukwuemekas: Wenn er Gegenspieler bindet und Räume öffnet, muss Dortmund Angriffe seltener allein über sichere Pässe vorbereiten.
Vor Frankfurt, dem Pokalduell mit Bremen und Bayern ergibt sich daraus ein konkreter Befund: Dortmund besitzt eine belastbare Grundlage, doch die spielerischen Lösungen funktionieren noch nicht zuverlässig. Der Auftritt in Baku zeigte einen möglichen Fortschritt. Entscheidend ist nun, ob Kovac diese zusätzliche Beweglichkeit dauerhaft in den Angriff bekommt.