Pendant zu Backstreet Boys: Künftiger Werder-Präsident sang in Boyband

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images
Werder Bremen hat offenbar einen neuen Präsidenten gefunden: Philipp Mehrtens blickt auf eine spektakuläre Vergangenheit in der Musikbranche zurück.
Zuletzt gab es im deutschen Profi-Fußball öfter mal Kandidaten für das Präsidentenamt oder den Aufsichtsrat mit einer Vergangenheit als Ultra. Das sorgte für Schlagzeilen, war aber halb so schlimm. Denn die meisten dieser Kandidaten werden lebenserfahrener und ruhiger, auch wenn sie für immer Ultra bleiben.
Mitglied in der Boyband „First Love“
Nun gibt es mit Philipp Mehrtens auch einen neuen Präsidentenkandidaten bei Werder Bremen. Auch der 47-Jährige hat eine spannende Biografie, nicht als Ultra, sondern als Mitglied einer Boyband.
In den 1980er-Jahren starteten zuerst New Kids on the Block durch, in den 1990er-Jahren folgten Take That und die Backstreet Boys. Danach konnte man die Zahl an Boy- und auch Girlbands kaum mehr zählen.
In Deutschland wurde unter anderem die fünfköpfige Boyband „First Love“ gegründet, und ja, Philipp Mehrtens war Mitglied dieser Gesangs- und Tanzgruppe. Wie die Deichstube berichtet, lief ihr Song „Freaky“ auch im Radio, es gab sogar einen kurzen Ausflug in die USA, doch schon nach wenigen Jahren löste sich die Band wieder auf.
Heute ist Mehrtens ein erfolgreicher Manager – er arbeitet in einer Unternehmensberatung – und ein langjähriges Werder-Mitglied. Der gebürtige Bremer betrieb früher selbst Leichtathletik, ist heute noch in dieser Sparte als Funktionär engagiert und soll nun am 15. November als Nachfolger von Hubertus Hess-Grunewald zum Präsidenten von Werder Bremen gewählt werden. Stand jetzt gibt es offenbar keinen Gegenkandidaten für ihn.