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„Osterhasen, die da rumturnen“: Streit zwischen Ex-Star und FC Bayern eskaliert

Bild: Ralph Orlowski/Bongarts/Getty Images

Christian Lell gewann zweimal das Double mit dem FC Bayern. Nun scheint das Tischtuch zwischen dem 42-Jährigen und dem deutschen Rekordmeister zerschnitten zu sein.

Der FC Bayern rühmt sich dafür, eine große Familie zu sein. Dazu gehört es auch, sich um Ex-Spieler gut zu kümmern. Zumindest wird dieses Selbstverständnis vom Klub der Öffentlichkeit so vermittelt.

Nun weiß man aber bekanntlich, dass die Münchner auch mit einigen ehemaligen Spielern nicht immer das beste Verhältnis haben, was aber nicht immer das Verschulden des Klubs ist. Jedenfalls neu auf diese Liste kommt nun offenbar Christian Lell.

Lell war zwischen 2003 und 2010 Profi des FC Bayern

Lell spielte in der Jugend für den FC Bayern und war zwischen 2003 und 2010 Profi bei den Münchnern. Zwar war er zwischenzeitlich auch ausgeliehen, aber es stehen zwei Double-Siege auf der Habenseite (2008, 2010) sowie 98 Pflichtspiele für die Roten.

Lell sorgte allerdings auch immer wieder abseits des Platzes für Schlagzeilen. Man kann es in aller Kürze so zusammenfassen: Eine schwierige Kindheit in einem schwierigen Elternhaus, der Fußball gab ihm Halt, doch letztendlich driftete er wieder ab. Schlussendlich zog er sich aber wieder heraus und sieht sich nun als geläutert an.

Sein Leben fasste er zuletzt auch in der Biografie „From Ego to Heart“ zusammen. Das Buch ist nun Auslöser eines Streits zwischen Lell und dem FC Bayern. In einem ausführlichen Video stellt Lell seine Sicht der Dinge dar:

Lell unerwünscht?

Zunächst habe ihn ein Anruf von der Säbener Straße erreicht, dass man es nicht gerne sehe, wenn er sich mit dem Bayern-Trikot zeige. Später folgte ein Anwaltsschreiben, weshalb Lell das Cover seiner Biografie nun tatsächlich änderte. Er ist darauf nicht mehr im Bayern-Trikot zu sehen.

Was die Beweggründe des FC Bayern dafür sind, geht aus dem Video nicht hervor. Lell veranlasste dies jedoch zu einem langen Statement, das auch einige Schimpftiraden beinhaltete.

„Bayern München hat mich ausgegrenzt“, so Lell, der betonte: „Mein Herz hing an diesem Verein.“ Der FC Bayern stelle für ihn ein „Zuhause, eine Kindheit, einen Zufluchtsort und sicheren Hafen“ dar. Abgesehen von den Klub-Ikonen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge könne „keiner der Verantwortlichen in dem Verein, die jetzt dort rumtanzen, die irgendwann zu dem Verein gekommen sind und meinen, sie hätten irgendetwas zu sagen, mich davon abhalten, das Bayern-München-Herz zu haben.“

Abgesehen von Hoeneß und Rummenigge, so Lell, hätten „alle anderen Osterhasen, die da rumturnen, keine Chance, dass ich mein Wappen, das ich hier drin trage, in irgendeiner Form aufgebe.“

Lell wird demnächst auch in einer Reality-Show zu sehen sein. Mal schauen, ob der Konflikt seine Fortsetzung findet.

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