Nach Schmid-Abgang: Werder übergibt Chuki die Schlüssel

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images
Romano Schmid ist weg, ein direkter Nachfolger kam nicht. Werder vertraut stattdessen auf Chuki – und der Spanier liefert bereits.
Nach dem Abschied von Romano Schmid wollte Werder Bremen eigentlich noch einen offensiven Mittelfeldspieler verpflichten. Weil daraus nichts wurde, lastet die kreative Verantwortung nun vor allem auf den Schultern von Chuki.
„Die Verantwortlichen haben Vertrauen in mich“
Der 22-Jährige stand an den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen bereits 173 von möglichen 180 Minuten auf dem Platz. Beim 3:1 gegen RB Leipzig leitete er die frühe Führung mit einem perfekten Pass auf Eren Dinkçi ein. Im offiziellen Spielbericht von Werder wird sein Zuspiel als entscheidender Moment vor dem 1:0 hervorgehoben. Chuki selbst sah den Pass ähnlich. „Ziemlich perfekt“, urteilte der Spanier. Sein Maßstab klingt ohnehin denkbar einfach: „Mein perfekter Pass ist einer, nach dem mein Teamkollege ein Tor erzielt.“
Dass Chuki sofort derart viel Spielzeit erhalten würde, überraschte ihn nicht völlig. „In meinem Kopf habe ich das schon erwartet“, sagte er im Interview mit der DeichStube. Dennoch müsse er sich noch an die Bundesliga gewöhnen: „Ich brauche mehr Körperlichkeit, mehr Zweikampfstärke.“ Schmids Abgang habe ihn keineswegs gefreut. Chuki bezeichnete den Österreicher als „großartigen Spieler“, spürt durch Werders Verzicht auf einen weiteren Zehner aber eine klare Botschaft: „Die Verantwortlichen haben Vertrauen in mich und das spüre ich hier jeden Tag.“
Dieses Vertrauen soll Chuki nun auf dem Platz zurückzahlen. Die ersten beiden Spieltage und sein Traumpass gegen Leipzig deuten bereits darauf hin, dass Werder seine kreative Zukunft tatsächlich vollständig in die Hände des Spaniers legt.