Nach Kompany-Schock: Trainerlegende mit klarem Appell

Bild: Alex Grimm/Getty Images
Nach dem Zusammenbruch des Bayern-Trainers äußert eine Trainerlegende Sorgen. Sie hat dabei eine klare Botschaft an Vereine und Trainer.
Ottmar Hitzfeld, früher selbst Trainer des FC Bayern München, hat sich für jährliche Vorsorgeuntersuchungen bei Trainern ausgesprochen. „Das ist ein guter Rat an die Trainer: Lasst euch einmal im Jahr richtig durchchecken!“, sagte er dem kicker.
Auch die Klubs sieht Hitzfeld in der Pflicht. „Die Vereine sollten darauf einwirken und achten, dass die Trainer die Vorgabe auch befolgen.“
Kompanys Geschichte als Wendepunkt
Anlass ist die Erkrankung von Bayern-Trainer Vincent Kompany. Er war nach einer Hirnhautreizung zusammengebrochen und lag zeitweise im Krankenhaus.
Hitzfeld hofft, dass sich dadurch etwas ändert. „Durch Vincent Kompanys Geschichte wird noch einmal eine Welle entstehen. Sie wird vielen Trainern und Menschen mit diesen Problemen helfen. Es wird sich bessern.“
„Für den Trainer gibt es kein Pardon“
Hitzfeld wünscht sich zudem mehr Verständnis für die Schwächen von Trainern. Genau wie ein Spieler könne auch ein Coach überfordert sein, doch für ihn gelten andere Maßstäbe.
„Aber für den Trainer gibt es kein Pardon. Er ist der Chef und muss als Vorbild vorangehen. Dabei sollte er auch mal sagen: Ich bin nicht fit, ich bleibe zu Hause. Aber schon kämen Fragen auf: Warum kommt er nicht? Hat er etwas Schlimmes?“