DFB-Team

„Müsste schon viel passieren“: Spielt er nie wieder für Deutschland?

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Im Sommer nahm Pierre Littbarski Leroy Sané noch gegen Kritik in Schutz. Wenige Monate später fällt sein Urteil über eine DFB-Rückkehr deutlich düsterer aus.

Für Leroy Sané wird der Weg zurück in die deutsche Nationalmannschaft immer steiniger. Jürgen Klopp verzichtete bislang auf den Profi von Galatasaray. Nun zweifelt auch Pierre Littbarski an einem Comeback, obwohl sich der Weltmeister von 1990 bei der WM noch demonstrativ vor Sané gestellt hatte.

Littbarski verteidigte Sané noch bei der WM

„Ich glaube, es wird für den Jungen schwierig, zurückzukommen. Der ist aktuell nicht mal Stammspieler bei Galatasaray. Also da müsste schon viel passieren“, erklärte Littbarski im Interview mit „ran“. Bemerkenswert ist der Tonwechsel mit Blick auf den vergangenen Sommer. Nach Deutschlands 7:1 gegen Curaçao stand Sané trotz des deutlichen Erfolgs in der Kritik, weil er als einziger deutscher Offensivspieler ohne Scorerpunkt geblieben war.

Littbarski sprang ihm damals zur Seite. „Ich bin immer ein Kritiker von Leroy Sané gewesen, aber gegen Curaçao fand ich auch ihn gut“, sagte er im Juni laut Sky. Sané habe seine Torchancen gehabt, ein persönliches Erfolgserlebnis hätte ihm allerdings gutgetan.

Wenig später legte Littbarski nach: „Vor der WM fand ich, dass Sané nicht so gut gespielt hat – und jetzt hat er gut gespielt.“ Sein damaliges Fazit fiel entsprechend positiv aus: „Das war eine Leistung von Sané, auf die man aufbauen kann.“ Davon ist wenige Monate später kaum noch etwas übrig.

Konkurrenz im DFB-Team wächst

Vor allem die neue Konkurrenz auf den Außenbahnen erschwert Sanés Situation. Littbarski nennt Derry Scherhant, Lennart Karl und Serge Gnabry als Optionen. Dazu kommen Said El Mala, Kevin Schade und Karim Adeyemi. Insbesondere Adeyemis Auftritt gegen Serbien überzeugte den früheren Nationalspieler. „Adeyemi dagegen war sehr gut. Da hat er mich überrascht, weil er auch sehr engagiert war.“

Sané muss sich derweil zunächst bei Galatasaray wieder dauerhaft in den Vordergrund spielen. Noch im Juni verteidigte Littbarski ihn gegen seine Kritiker. Inzwischen gehört auch er zu denjenigen, die eine Rückkehr ins DFB-Team nur noch unter deutlich veränderten Voraussetzungen sehen.

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