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„Mir wurde der Tod gewünscht“: Königsdörffer erklärt HSV-Jubel

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images

Ransford Königsdörffer provozierte bei seiner HSV-Rückkehr mit seinem Jubel. Nun spricht er über massive Hassnachrichten.

Beim 5:0 des 1. FSV Mainz 05 gegen den Hamburger SV sorgte Ransford Königsdörffer nicht nur sportlich für Aufsehen. Nach seinem Treffer zum Endstand rutschte der frühere Hamburger vor den HSV-Fans auf den Knien über den Rasen und jubelte ausgelassen.

Jubel richtete sich nicht gegen den HSV

Dass er bei seiner Einwechslung ausgepfiffen worden war, spielte bei der Entscheidung offenbar eine Rolle. „Ich wollte es auch davon abhängig machen, ob gegen mich gepfiffen wird“, erklärte Königsdörffer im Gespräch mit der Allgemeinen Zeitung Mainz, das der kicker aufgriff.

Hinter seiner Reaktion steckte jedoch mehr als die Stimmung im Volksparkstadion. Ein Jahr lang habe er beinahe täglich Nachrichten erhalten, „in denen mir der Tod gewünscht wurde oder jede denkbare Verletzung“. Hinzu kamen rassistische Beleidigungen und Angriffe gegen seine Eltern sowie einen verstorbenen Cousin.

„Das war einfach auch eine Reaktion darauf“, sagte der 24-Jährige. Gleichzeitig stellte er klar: „Es war damit weder die Nordtribüne gemeint noch irgendjemand aus der Vereinsführung, vom Staff oder von den Spielern.“

Königsdörffer erhält Unterstützung

Schon unmittelbar nach der Partie hatte sein Mainzer Teamkollege Phillip Tietz den Jubel mit den zahlreichen Hassnachrichten erklärt. Auch HSV-Kapitän Nicolai Remberg bestätigte die schweren Anfeindungen, wie die Welt berichtete.

Königsdörffer arbeitet inzwischen mit einem Mentaltrainer zusammen. Mit den Nachrichten könne er grundsätzlich umgehen, dennoch wollte er ein Zeichen setzen: „Ich lasse mir das nicht gefallen.“

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