Hütter stellt Koch infrage: Muss Frankfurts Kapitän um seine Binde bangen?

Bild: Christof Koepsel/Getty Images
Nach dem 0:6 in Leipzig steht bei Eintracht Frankfurt der Kapitän im Mittelpunkt. Der Trainer hat dabei ein klares Zeichen gesetzt.
Adi Hütter hat Robin Koch nach der Auswechslung, beim Spiel von Eintracht Frankfurt, in Leipzig auch öffentlich angezählt. „Ich habe Robin erlöst, weil ich mir von einem Kapitän etwas ganz anderes erwarte“, sagte der Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
„Wenn du 16 Tore bekommst, Leader bist in der Abwehr, dann setze ich halt irgendwann auch mal ein Zeichen“, erklärte Hütter weiter. Den freien Montag strich er seiner Mannschaft, am Freitag (20.30 Uhr) wartet bereits der 1. FC Köln.
Bewusstes Signal an die Mannschaft
Die öffentliche Kritik war laut Bild kein Ausrutscher, sondern eine bewusste Botschaft: Bei Hütter zählt nur die Leistung, selbst beim Kapitän.
Nicht alle teilen diese Linie. „Du nimmst deinen Kapitän nicht in der Halbzeit vom Feld“, kritisierte Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg.
Stammplatz nicht mehr sicher
Einstellung und Willen spricht Koch niemand ab, allerdings wirkt er auf dem Platz zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Dabei hatte Hütter ihn immer wieder gestärkt und auch aus Rücksicht auf ihn eine Dreierkette spielen lassen.
Spätestens am Dienstag steht wohl ein persönliches Gespräch zwischen Trainer und Kapitän an. Die Binde dürfte Koch zwar vorerst behalten, seine Stammplatzgarantie ist aber weg.
Burkardt steht bereit
Zum Wochenstart rechnet man im Klub dennoch damit, dass Koch gegen Köln wieder beginnt. Sollte Hütter ihn doch draußen lassen, würde Jonathan Burkardt die Binde übernehmen.
Der Stürmer sammelte laut Bild zuletzt auch mit seiner Analyse nach dem Leipzig-Spiel Pluspunkte beim Trainerstab.