HSV ohne Tor und Glatzel trifft: Geht Hamburgs neuer Sturmplan auf?

Bild: Stuart Franklin/Getty Images
Daka und Moffi sollen Hamburgs Angriff verstärken. Doch während der HSV auf sein erstes Ligator wartet, trifft Robert Glatzel in Wolfsburg.
Der Hamburger SV hat seinen Angriff im Sommer neu aufgestellt. Mit Patson Daka und Terem Moffi kamen zwei Mittelstürmer, während Robert Glatzel nach fünf Jahren den Verein verließ. Nach den ersten drei Bundesligaspielen fällt die Zwischenbilanz allerdings ernüchternd aus: Hamburg wartet auf sein erstes Tor. Glatzel steht beim VfL Wolfsburg inzwischen bei vier Ligatreffern.
Daka und Moffi sollen neue Möglichkeiten schaffen
Beim 5:1 gegen Darmstadt 98 erzielte der 32-Jährige am Freitagabend zwei Kopfballtore. Zuvor hatte er bereits beim 4:4 gegen Energie Cottbus doppelt getroffen. Sein ehemaliger Klub blieb dagegen gegen Dortmund, Mainz und Leipzig ohne eigenen Treffer. Hat Hamburg mit dem Umbau tatsächlich an Qualität gewonnen?
Der HSV hat Glatzels Position durchaus neu besetzt. Daka kam im Juli, Moffi folgte im August vom französischen Erstligisten OGC Nizza. Beide gehörten zu den Wunschspielern der Hamburger, wie die Welt berichtete. Dazu stehen mit Yussuf Poulsen und Nachwuchsstürmer Otto Stange weitere Optionen bereit.
Daka soll vor allem mit seinem Tempo und Läufen hinter die Abwehr neue Möglichkeiten eröffnen. Die offizielle Bundesliga-Saisonvorschau erwartete durch ihn ein direkteres Hamburger Umschaltspiel. Die Verpflichtungen stehen damit auch für den Versuch, den Angriff anders auszurichten.
Glatzel liefert Argumente – aber keinen einfachen Beweis
In Wolfsburg zeigte Glatzel unterdessen, welche Qualitäten Hamburg abgegeben hat. Gegen Darmstadt verwertete er Flanken von Alexander Bernhardsson und Fabian Reese jeweils per Kopf. Beide Male erreichten ihn die Zuspiele auf der ballfernen Seite, wo er sich entscheidend durchsetzte.
Sein Abschied hatte dennoch nachvollziehbare Gründe. Nach Verletzungen und einer unbefriedigenden Reservistenrolle wollte der Angreifer wieder häufiger spielen. „Dass er nach der vergangenen Saison, die für ihn in Sachen Spielzeit nicht zufriedenstellend war, eine neue Herausforderung sucht, ist nachvollziehbar“, erklärte HSV-Sportdirektor Claus Costa damals laut Bild. Zudem hat Wolfsburg bereits sechs Zweitligapartien absolviert, Hamburg erst drei Bundesligaspiele.
Hamburgs neue Angreifer müssen nun gemeinsam mit ihren Mitspielern zeigen, dass auch der veränderte Ansatz funktioniert. Ersatz ist vorhanden. Ob daraus die erhoffte Verstärkung wird, bleibt nach dem torlosen Ligastart auf HSV-Seite nur zu hoffen.