Herthas Ex-Kapitän erinnert sich an ein erstaunlich leichtes Duell

Bild: Maja Hitij/Getty Images
Toni Leistner erinnert sich an ein besonderes Duell mit Krzysztof Piatek. Auch dessen damaliges Hertha-Gehalt sorgt bei ihm für deutliche Worte.
Toni Leistner hat keine guten Erinnerungen an Krzysztof Piateks Spielweise – zumindest aus Sicht eines anspruchsvollen Gegenspielers. Der frühere Hertha-Kapitän bezeichnete das Aufeinandertreffen mit dem Polen als sein einfachstes Duell. Auch beim Vergleich mit einem anderen ehemaligen Berliner Angreifer fällt sein Urteil eindeutig aus.
Nie ein einfacheres Duell
„Ich hatte nie ein einfacheres Duell als das gegen Krzysztof Piatek. Wirklich. Er spielte völlig körperlos“, sagte Leistner in einem Interview mit 11Freunde, aus dem der Berliner Kurier zitiert.
Gemeint ist die Begegnung vom 22. Februar 2020. Leistner war gerade von den Queens Park Rangers an den 1. FC Köln verliehen worden und feierte im Olympiastadion sein Bundesliga-Debüt. Hertha verlor nach einem 0:3-Pausenrückstand mit 0:5. Piatek war erst im Januar für 24 Millionen Euro vom AC Mailand gekommen.
Piateks Verdienst sorgte für Verwunderung
Bei Piatek überraschte Leistner das Verhältnis zwischen seiner Erfahrung auf dem Platz und dessen Gehalt: „Als ich später gehört habe, was er verdient, bin ich vom Glauben abgefallen.“ Laut dem Berliner Kurier erhielt der Angreifer bei Hertha rund 3,5 Millionen Euro jährlich.
Nach Leihen nach Florenz und Salerno verließ Piatek die Berliner nach dem Abstieg 2023 ablösefrei in Richtung Basaksehir. Dort gelangen ihm 48 Tore in 84 Spielen. Beim anschließenden Verkauf nach Katar kassierte Hertha dem Bericht zufolge dank einer Klausel noch zwei Millionen Euro.
Leistner nahm im Sommer 2023 den umgekehrten Weg nach Berlin. Bis zu seinem Abschied im Mai 2026 wurde der zweikampfstarke Verteidiger zum Publikumsliebling. Seinen körperbetonten Stil beschreibt er selbst so: „Ich hatte generell immer ein Faible dafür, in der Mauer zu stehen und mich abschießen zu lassen“.