Ligue 1

Hat mehrere Traditionsklubs auf dem Gewissen: Vorsicht vor diesem Investor

Bild: Mark Thompson/Getty Images

Gérard Lopez gilt als umstrittener Investor im Fußball. Nun kam es zu einem unglaublichen Doppelschlag für zwei seiner Traditionsklubs.

Von der Ligue 1 bis zur Premiere League: Dass Investoren bei Fußballklubs einsteigen, ist heutzutage gang und gäbe. Dass einige Kooperationen auch ein Missmatch sind, ist Fakt.

Für vier Vereine ging es bergab

Dass aber ein Investor gleich vier Vereine auf dem Gewissen hat, klingt höchst alarmierend. Vorsicht vor diesem Investor! Vor allem (ehemalige) Klubs aus der Ligue 1 wissen ein Lied davon zu singen.

Es geht um den luxemburgischen Geschäftsmann Gérard Lopez. Der 54-Jährige engagiert sich in verschiedenen Sportarten (u.a. Formel 1), und Lopez, der spanische Eltern hat, wählte in den 2010er Jahren auch den Fußball aus.

Lopez startete bei Lille

Es begann beim OSC Lille 2017 in der Ligue 1. Der Traditionsverein geriet jedoch in finanzielle Nöte, Lopez stieg 2020 aus, Lille konnte sich dann gerade noch retten. Das war es zunächst mit der Ligue 1.

2020 stieg Lopez dafür dann bei Royal Excel Mouscron Antwerpen ein. Doch schon zwei Jahre später ging der belgische Klub in die Insolvenz.

Und 2026 folgte nun ein unfassbarer Doppelschlag im negativen Sinne. Vergangene Woche wurde beschlossen, dass der portugiesische Traditionsklub Boavista Porto insolvent ist und für immer seine Tore schließen muss. Lopez war seit 2021 Mehrheitseigentümer.

Diese Woche folgte dann die Meldung, dass das ohnehin leidgeplagte Girondins Bordeaux von der 4. mindestens in die 6. Liga absteigen muss. Investor: Gerard Lopez.

Lizarazu zürnt in Richtung Lopez

Bixente Lizarazu, der früher eng mit Bordeaux verbunden war, kommentierte: „Ich bin angewidert, wie alle, die diesen Verein lieben. Aber was hier passiert, ist leider die Folge einer seit vielen Jahren katastrophalen sportlichen und finanziellen Führung.“ Der Weltmeister von 1998 führte aus, es übersteige seine Vorstellungskraft, wie schlecht Lopez den Verein finanziell geführt habe.

Natürlich gehören zur Misswirtschaft bei Traditionsklubs im Regelfall mehrere Verantwortliche, dennoch sollte jeder Verein in Europa fortan vorgewarnt sein, wenn Gérard Lopez bei ihnen anklopft.

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