Erst Einlaufkind, nun winkt Heim-WM: Klopp ist bei Gladbach-Star unter Zugzwang

Bild: Mateo Villalba Sanchez/Getty Images for DFB
Jürgen Klopp hat 57 Feldspieler für die deutsche Nationalmannschaft im Blick. Bei einem davon darf er sich jedoch nicht allzu lange mit einer Entscheidung Zeit lassen.
Der Bundestrainer bestimmt, wer für Deutschland spielt. Jürgen Klopp verriet kürzlich, dass er eine Liste mit 57 Feldspielern habe, die er zunächst im Visier hat. Er betonte außerdem, dass Deutschland viele talentierte Spieler besitze.
Marokko wirbt intensiv um Mohya
Doch bei einem Talent steht Klopp von Beginn an unter Druck: Wael Mohya. Marokko, das Heimatland von Mohyas Eltern, wirbt bereits intensiv um ihn. Zwischenzeitlich berichtete die Bild, Marokko habe bereits den Zuschlag erhalten. Mohya werde beim Afrika-Cup-Sieger zum Leistungsträger aufgebaut und könne bei der Heim-WM 2030 eine wichtige Säule der marokkanischen Nationalmannschaft sein.
Andererseits hat Mohya eine sehr enge Verbindung zu Borussia Mönchengladbach und Deutschland. Mohya, in Mettmann geboren, spielt seit der U10 für Gladbach. 2016 war er sogar Einlaufkind in der Champions League, als Gladbach gegen den FC Barcelona spielte.
Mohya wird eine große Zukunft vorausgesagt. Er ist 17 Jahre alt und auf dem Weg, ein Unterschiedsspieler bei Borussia Mönchengladbach zu werden. In der vergangenen Saison absolvierte er 15 Bundesligaspiele, erzielte dabei zwei Tore und bereitete einen Treffer vor. Ohne eine Verletzung zu Saisonbeginn hätte seine Bilanz noch besser ausgesehen.
Rekordmarken bei Gladbach
In seinem ersten Profijahr löste Mohya mit 16 Jahren Karlheinz Pflipsen als jüngsten Bundesliga-Spieler der Borussia-Historie sowie Marko Marin als jüngsten Torschützen ab. Mit einem Marktwert von 17 Millionen Euro ist der Spielmacher derzeit Gladbachs wertvollster Profi. Der Marktwert des 17-Jährigen dürfte sehr bald Richtung 25 Millionen Euro gehen. „Ich möchte überraschende Dinge machen“, betonte Mohya zuletzt in einer Presserunde. Seit rund zwei Jahren ist er auch Teil von deutschen U-Nationalmannschaften (U16 bis U18).
Es ist deshalb nur eine Frage der Zeit, bis Mohya auch bei einem großen Turnier für eine A-Nationalmannschaft spielen wird. Die Entscheidung steht jedoch noch aus, für welche Nationalmannschaft er sich entscheidet.
Dass Mohya Marokko noch nicht offiziell zugesagt hat, lässt vermuten, dass er mit seinen Eltern und Beratern auf ein Signal von Jürgen Klopp wartet. Mohya betonte zuletzt: „Es ist noch alles offen, und wir lassen uns damit Zeit.“ Zu lange sollte sich Klopp jedoch nicht Zeit lassen, denn Marokko wird bei Mohya nicht locker lassen.