„Er wollte pfeifen, was er wollte“: Laimer kritisiert Schiedsrichter nach Bayern-Drama

Bild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images
Nach dem bitteren 3:3 in der Champions League ist Konrad Laimer bedient. Besonders eine kuriose Entscheidung sorgt beim Bayern-Star für Unverständnis.
Der FC Bayern München hat beim 3:3 in Norwegen einen möglichen Champions-League-Sieg verspielt. Nach einem frühen 0:2-Rückstand drehten die Münchner zunächst die Partie, mussten nach der Gelb-Roten Karte gegen Michael Olise allerdings noch den Ausgleich hinnehmen. Nach dem Abpfiff übte Konrad Laimer deutliche Kritik am Schiedsrichter.
Laimer versteht Entscheidung des Schiedsrichters nicht
Im Interview bei Prime Video schilderte der Österreicher eine Szene, in der er nach einem Kontakt am Kopf zu Boden gegangen war. „Ich dachte nur, er trifft mich mit der Hand am Kopf. Und ich denke mir halt, das ist eigentlich eine Gelbe Karte“, erklärte Laimer.
Anschließend wurde der Mittelfeldspieler gegenüber dem Unparteiischen noch deutlicher: „Der Schiri wollte halt sowieso irgendwie pfeifen, was er wollte, aber das ist eine andere Geschichte.“ Besonders verärgerte Laimer, dass er trotz einer vermeintlichen Kopfverletzung das Spielfeld verlassen musste. „Ich dachte auch immer, der Schiri muss ein Spiel unterbrechen bei Kopfverletzung“, sagte der 29-Jährige.
Der Unparteiische habe ihn gefragt, ob er medizinische Hilfe benötige. Als Laimer dies verneinte, musste er dennoch das Feld verlassen. „Ich dachte, die Regeln sind, ich muss nur raus, wenn medizinische Hilfe auf den Platz kommt“, erklärte der Bayern-Profi. Allerdings räumte Laimer ein, die entsprechende Regel möglicherweise selbst falsch verstanden zu haben. „Vielleicht bin ich auch falsch beim Regelwerk“, sagte er und ergänzte: „Mir hat keiner das erklärt. Habe ich falsch aufgepasst bei der Regelschulung, dann ist das mein Ding.“
Unabhängig vom Schiedsrichter sah Laimer die Verantwortung für den Punktverlust auch bei seiner Mannschaft. „Es kann uns nicht passieren, darf es nicht passieren“, kritisierte er die frühen Gegentore. Zudem hätten die Münchner ihre Überlegenheit in der zweiten Halbzeit besser nutzen müssen. „Es liegt nicht am Einsatz“, betonte Laimer. Vielmehr müsse jeder Spieler in entscheidenden Situationen „ein bisschen schlauer“ agieren. Mit der nötigen Cleverness hätte Bayern die Partie seiner Ansicht nach gewinnen müssen.