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Eberl liegt beim Transferpoker um Brown wieder zurück

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der FC Bayern will Nationalspieler Nathaniel Brown verpflichten. Bei der Ablöse gibt Eintracht Frankfurt den Ton an.

Die Schwächen von Sportvorstand Max Eberl sind hinlänglich bekannt. Der Niederbayer kommuniziert zu selten mit den Führungskräften des FC Bayern, er verkauft Spieler zu billig, wenn er sie denn überhaupt loswird, er gewährt den Stars zu hohe Gehälter und vor allem: Eberl kauft zu teuer ein.

Brown ist Wunschtransfer von Kompany

Neuestes Beispiel: Defensiv-Allrounder Nathaniel Brown soll von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern wechseln. Die Personalie ist nachvollziehbar, der Nationalspieler und gebürtige Bayer möchte gerne kommen, Trainer Vincent Kompany wiederum ist ein Fan von Brown. Eintracht Frankfurt ist dafür bekannt, grundsätzlich jeden Spieler wechseln zu lassen, solange der Preis stimmt.

Die Frankfurter mit Sportvorstand Markus Krösche sind absolute Verkaufsprofis. Sie haben Topklubs wie Paris Saint-Germain (Muani / 95 Mio.) und Manchester City (Marmoush / 75 Mio.) ihre Spieler zu sehr hohen Preisen abgegeben. In Frankfurt wird Krösche dafür gefeiert. Die Frankfurter sendeten in der Öffentlichkeit nun auch wieder eine klare Botschaft aus: Bayern, pokert nicht zu viel, geht auf unsere Forderungen ein, sonst wird ein Deal schwierig zu realisieren.

Was hat Eberl bislang falsch gemacht? Eberl und Krösche sind seit Jahren gute Bekannte, wenn nicht sogar Freunde in diesem schwierigen Fußball-Business. Unter Freunden verhandelt man anders. Es kommt gar nicht zu einem langen Poker, sondern man spricht sich vorher privat ab, und der Deal wird innerhalb weniger Tage abgeschlossen. So ist das Tauziehen um Brown – ähnich wie bei Woltemade 2025 – aber erneut öffentlich geworden.

Die Frankfurter werden kaum von ihrer Forderung von mindestens 60 Millionen Euro für Brown abrücken. Krösche hat eine sportlich verkorkste Saison mit der Eintracht hingelegt. Er wird sich sicherlich nicht in seiner Domäne Transferpoker in die Suppe spucken lassen.

Der FC Bayern mit Max Eberl will dagegen bislang die 50 Millionen Euro nicht überschreiten, heißt es. So steckt Eberl wieder in einer Zwickmühle: Entweder genehmigt der Aufsichtsrat des FC Bayern ihm mal wieder keine höheren Ausgaben für neue Spieler – oder Eberl kommt den Frankfurtern mit einer höheren Summe entgegen. So oder so wird Eberl erneut nicht als großer Verhandlungsgewinner aus dem Poker hervorgehen. Er hat den Deal wieder mal schlecht vorbereitet.

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