Bundesliga

Dritte Fußballmacht in Deutschland: Eintracht winkt ab, aber wer ist es dann?

Bild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Eintracht Frankfurt sieht sich nicht als dritte Kraft im deutschen Fußball. Doch wer kommt dann infrage?

Vor rund einem Jahr schien Eintracht Frankfurt endgültig auf dem Podest angekommen zu sein: Die Hessen galten nach dem FC Bayern und Borussia Dortmund als drittstärkste Kraft im deutschen Fußball. Doch danach stürzten sie ins Tabellenmittelfeld ab. Plötzlich ging auch die Finanzkraft auf dem Transfermarkt verloren.

Nur ein „Etikett“?

Der neue Klub-Chef Axel Hellmann will nun auch nichts mehr von diesem Etikett wissen. „Ich weiß nicht, ob nach dem 1:5 gegen Liverpool irgendeiner der Überzeugung war, dass wir die dritte Kraft werden. Selbst wenn man sich das 5:1 gegen Galatasaray noch mal im Detail anschaut, bin ich nach dem Spiel nicht beseelt von dem Gedanken nach Hause gefahren, dass wir dritte Kraft werden können“, stellte Hellmann auf einer Pressekonferenz klar. Er tat diese Debatte als Thema überregionaler Medien ab, die der Eintracht kurzzeitig sogar den Stempel als „Bayern-Jäger“ aufdrückten.

Die Eintracht hat sich vorerst aus dem Rennen um Platz drei verabschiedet. Doch wem gebührt dann dieser Platz? Schließlich geht es für die Vereine um ein Gesamtpaket aus Finanzkraft, Strahlkraft, Tradition, Fan-Umfeld und sportlicher Leistung, um nur einige Faktoren zu nennen.

FC Bayern unumstritten die Nummer eins

Die Spitzenposition des FC Bayern gilt als unumstritten. Platz zwei von Borussia Dortmund wurde zwar manchmal angezweifelt, dennoch hat sich in den letzten zehn Jahren kein Klub aufgetan, der dem BVB den Platz als Deutschlands Nummer zwei streitig machen konnte.

Dahinter folgen jedoch einige Vereine, die sportlich inkonstanter agieren und gleichzeitig dem BVB in Sachen Finanzkraft und Fan-Umfeld nicht nahekommen können. Mal wurde Bayer 04 Leverkusen Double-Sieger, mal rangelte RB Leipzig mit dem BVB um den zweiten Platz in der Bundesliga.

Schalke galt früher als Nummer drei, doch der sportliche Niedergang und hohe finanzielle Belastungen ließen die Königsblauen immer tiefer fallen. Nun ist Schalke in der Bundesliga zurück, aber es wird noch dauern, bis Schalke wieder weiter oben angreifen kann.

Ein Vorbild für die Schalker kann der VfB Stuttgart sein, der sich nach schwierigen Zeiten auf allen Ebenen berappelt hat und nun zwei Starts in der Champions League, einen DFB-Pokalsieg sowie ein modernisiertes Stadion vorweisen kann. Reicht es für die Schwaben schon zur dritten Kraft?

Derzeit, so muss man festhalten, gibt es einfach keine eindeutige Nummer drei im deutschen Fußball.

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