„Die Hölle wird losbrechen“: Neville warnt vor City-Meisterschaft

Bild: Alex Livesey/Getty Images
Manchester City kämpft nach dem Urteil im Finanzskandal um seine Zukunft. United-Legende Gary Neville warnt jetzt vor einem brisanten Szenario.
Manchester City sorgt derzeit nicht nur auf dem Fußballplatz für Schlagzeilen. Nachdem eine unabhängige Kommission den englischen Spitzenklub wegen schwerwiegender Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League schuldig gesprochen hat, läuft inzwischen das Berufungsverfahren. Ex-Manchester-United-Kapitän Gary Neville hat nun vor einem besonders brisanten Szenario gewarnt.
Neville zweifelt an City-Eigentümern
„Sollte Manchester City im Mai den Premier-League-Titel holen, wird meiner Meinung nach die Hölle losbrechen“, erklärte der 51-Jährige in der Sendung Overlap Daily, wie die Sun berichtet. Eine mögliche Meisterschaft ohne vorherige Klärung des Verfahrens bereitet Neville erhebliche Sorgen. „Ich denke, dass diese Angelegenheit bis Februar oder März geklärt sein muss. Es wäre extrem schwer mitanzusehen, wie Manchester City in diesem Jahr die Meisterschaft gewinnt.“
Doch damit nicht genug. Der ehemalige englische Nationalspieler äußerte auch deutliche Zweifel an der Eignung der Verantwortlichen von Manchester City. Als Miteigentümer von Salford City kennt Neville die Anforderungen der Premier League an Klubbesitzer und Direktoren aus eigener Erfahrung. „Wenn es derselbe Test ist, den ich erfüllen muss, um als Direktor und Eigentümer tätig sein zu dürfen, würde Manchester City durchfallen. So einfach ist das“, stellte er klar.
Hintergrund ist das am 29. September veröffentlichte Urteil der unabhängigen Kommission. Laut der Premier League wurden zwischen 2009 und 2018 unter anderem Einnahmen durch Scheingeschäfte künstlich erhöht und Kosten verschleiert. Manchester City weist die Vorwürfe weiterhin zurück und hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Mögliche Sanktionen reichen von Geldstrafen über Punktabzüge bis hin zu weiteren sportlichen Maßnahmen. Eine Strafe wurde bislang nicht festgelegt.