Die Arbeit von Miroslav Klose wird noch unterbewertet

Miroslav Klose geht in seine dritte Saison mit dem 1. FC Nürnberg. Bild: Christof Koepsel / Getty Images
Zahlreiche Spieler-Verkäufe und das jüngste Team der 2. Liga: Die Arbeit von Miroslav Klose wird noch unterbewertet.
Der 1. FC Nürnberg beendet die Saison 2025/26 auf einem einstelligen Tabellenplatz. Damit könnte man annehmen, dass die Franken im Soll liegen und sich allmählich an die Aufstiegsplätze herantasten. Dennoch ist in puncto Erwartungshaltung weiterhin Vorsicht geboten.
Die Arbeit und Leistung von Trainer Miroslav Klose werden mittlerweile fast als selbstverständlich angesehen. Dabei liefert Klose bereits jetzt Spitzenleistungen ab, wenn man die schwierigen und riskanten Rahmenbedingungen für den Weltmeister von 2014 berücksichtigt.
In den letzten beiden Transfersommern verkaufte der Club seine besten Spieler, ersetzte sie jedoch nicht angemessen – eine klare Schwächung der Mannschaft. Trotz dieser Herausforderungen verbesserte Klose die Ergebnisse, wurde aber in beiden Saisons zeitweise infrage gestellt.
Besonders bemerkenswert: Nürnberg stellt mit einem Altersdurchschnitt von 23,5 Jahren das mit Abstand jüngste Team der 2. Bundesliga. Auf Platz zwei folgt der SC Paderborn mit 24,6 Jahren. Für gewöhnlich ist in der 2. Liga eine erfahrene Mannschaft nötig, um oben mitspielen zu können. Schalke 04 etwa liegt im Durchschnitt bei 26,2 Jahren.
Trotz dieser zwei kritischen Faktoren hat Klose die Franken fast durchgehend von den Abstiegsrängen ferngehalten und verbessert zudem jeden Spieler individuell. Wer für die kommende Saison eine noch bessere Platzierung erwartet, darf die Mannschaft im Sommer 2026 nicht erneut deutlich schwächen – zudem muss das Team an Erfahrung gewinnen.