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„Das schlimmste Spiel meiner Karriere“: HSV-Profi erlebt Rassismus-Eklat

Bild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Für Immanuel Pherai wurde ein Länderspiel in Mittelamerika zum Albtraum. Der Hamburger spricht offen über rassistische Anfeindungen.

Der Mittelfeldspieler des HSV stand beim 0:1 seiner surinamischen Nationalmannschaft in Guatemala auf dem Platz. Im Rückblick findet der 25-Jährige gegenüber der Sport Bild klare Worte: „Es war das schlimmste Spiel meiner Karriere. Es war definitiv krass.“

Den traurigen Höhepunkt erlebte sein Teamkollege Richonell Margaret, der nach einer Auseinandersetzung mit Zuschauern vom Platz gestellt wurde. Laut Pherai flogen auf seinem Weg in die Kabine Flaschen und Essensreste, dazu musste er sich Affenlaute anhören.

Beleidigungen von der ersten Minute an

Schon vor dem Anpfiff war die Stimmung laut Pherai aufgeheizt: „Während unserer Nationalhymne wurde durchgehend geschrien und gepfiffen. Das war sehr respektlos.“ Ab Anpfiff haben anschließend Zehntausende Zuschauer rassistische Parolen skandiert.

Für das Team war es nicht die erste Erfahrung dieser Art, bereits in El Salvador habe man Ähnliches erlebt. Auch die Vorbereitung lief alles andere als normal. Das Abschlusstraining musste kurzfristig auf einen Kunstrasenplatz verlegt werden.

Kritik am Schiedsrichter

Unzufrieden ist Pherai auch mit dem Unparteiischen Joe Dickerson aus den USA, der aus seiner Sicht zu zögerlich reagierte. Als dieser die Spieler auf die Provokationen des Gegners hinwies, habe Pherai nur geantwortet: „Und was machst du dagegen?“

Am Ende musste sogar die Polizei wegen einer Massenschlägerei auf den Platz, auch nach dem Schlusspfiff beruhigte sich die Lage nicht. Dass sich bei künftigen Auswärtsspielen in der Region etwas ändert, glaubt Pherai nicht: „Ich denke aber nicht, dass es deutlich anders sein wird.“

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