„Das muss man ihm zugestehen“: Thioune stärkt Werder-Profi den Rücken

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Marco Grüll erlebt gegen Paderborn einen unglücklichen Nachmittag. Werder-Trainer Daniel Thioune ordnet den Auftritt seines Topscorers ein.
Marco Grüll hätte Werder Bremen beim 2:2 gegen den SC Paderborn früh in Führung bringen können. Stattdessen scheiterte der Österreicher in der 15. Minute freistehend an Torwart Nahuel Noll. Trainer Daniel Thioune hat die Szene genau analysiert, sieht nach den starken vergangenen Wochen aber keinen Anlass für eine grundsätzliche Kritik an seinem Flügelspieler.
Thioune erklärt Grülls falsche Entscheidung
„Er weiß selber, dass er bei seiner Chance die falsche Entscheidung getroffen hat“, sagte Thioune laut der DeichStube. Grüll hatte versucht, den Ball über Noll zu lupfen. Aus Sicht des Trainers wäre genügend Platz gewesen, um den Schlussmann zu umlaufen und anschließend ins leere Tor einzuschieben.
Für den Offensivspieler blieb es nicht bei diesem ärgerlichen Moment. Wenig später leitete sein Ballverlust auch die Paderborner Führung ein. Thioune stellte sich dennoch hinter den zuvor so zuverlässigen Leistungsträger.
„Ich glaube, das muss man ihm auch mal zugestehen. Nach den letzten tollen Wochen, die er hatte, war es gegen Paderborn vielleicht nicht der Vortrag, den wir uns von ihm gewünscht haben und den er sich von sich selbst gewünscht hat“, erklärte der Werder-Coach.
Grüll bleibt unter den besten Scorern
Grülls bisherige Ausbeute liefert gute Argumente für Thiounes Rückendeckung. Nach sechs Bundesliga-Spieltagen steht der Österreicher bei sieben direkten Torbeteiligungen. Damit belegt er in der Scorerliste den vierten Platz hinter Leverkusens Patrik Schick mit neun sowie den Bayern-Profis Harry Kane und Michael Olise mit jeweils acht Scorern.
Zwischenzeitlich hatte Grüll die Wertung sogar angeführt. Thioune nahm den Rückschlag deshalb auch mit Humor: „Jetzt muss Marco halt ein bisschen aufholen, wenn er in der Scorertabelle wieder klettern will.“