Vom Krisenklub zum Spitzenreiter: Herthas Plan für die Zukunft

Bild: Christof Koepsel/Getty Images
Hertha BSC grüßt von der Spitze der 2. Liga. Jetzt will der Klub den sportlichen Aufschwung auch strukturell absichern.
Vor der Saison hatte Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich im rbb einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben, allerdings „mit einer maximalen Ambition nach vorne“. Inzwischen steht Hertha sogar ganz oben, obwohl mit Fabian Reese und Michaël Cuisance im Sommer zwei Leistungsträger gegangen sind.
Damit der Erfolg kein Strohfeuer bleibt, haben Präsidium und Geschäftsführung laut Bild eine gemeinsame Strategie mit fünf Leitplanken erarbeitet. Dazu gehören finanzielle Stabilität, Leistungskultur, eigene Talente, Vereinsidentität und eine professionellere Organisation.
Profile statt Positionen
Wie das konkret aussieht, zeigt die Kaderplanung, für die Scouting, Performance und Medizin enger verzahnt wurden. „Wir wollen hier nicht nur eine Kaderposition besetzen, sondern suchen Profile“, sagte Görlich der Bild.
Ohne die neuen Strukturen wären einige Transfers im Sommer laut Görlich gar nicht möglich gewesen. Schon zum Trainingsauftakt hatte er angekündigt, man wolle „den Berliner Weg nicht nur auf der Tonspur verkünden, sondern auch auf dem Platz zeigen“.
Schulden bleiben die Baustelle
Die zentrale Aufgabe bleibt allerdings die wirtschaftliche Gesundung, Verbindlichkeiten und negatives Eigenkapital sollen weiter sinken. Vor gut drei Jahren hatte der Klub noch mit existenziellen Problemen zu kämpfen.
Auch die Jugendarbeit bleibt ein Kernstück, Talente sollen von der jüngsten Mannschaft bis zu den Profis nach einer gemeinsamen Spielidee ausgebildet werden. Vom eingeschlagenen Kurs zeigte sich Görlich schon vor der Saison überzeugt: „Wir haben eine gute Strategie und wissen, was zu tun ist.“