„Untergang prophezeit“: Hertha-Boss reagiert auf sensationellen Traumstart

Bild: Maja Hitij/Getty Images
Hertha gewinnt auch in Dresden und bleibt ohne Punktverlust. Nach der Partie erklären die Berliner, was ihre Erfolgsserie auszeichnet.
Hertha BSC hat seinen perfekten Saisonstart fortgesetzt. Die Berliner drehten bei Dynamo Dresden einen frühen Rückstand und gewannen durch zwei Treffer von Jón Dagur Thorsteinsson mit 2:1. Nach sechs Spieltagen steht Hertha mit der maximalen Ausbeute von 18 Punkten an der Tabellenspitze.
Leitl sieht „fantastische“ zweite Hälfte
In Dresden benötigte Hertha zunächst einige Zeit, um die Kontrolle zu übernehmen. Patrice Covic brachte die Gastgeber bereits nach zehn Minuten in Führung. Thorsteinsson glich noch vor der Pause aus, mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang war Stefan Leitl dennoch nicht vollständig zufrieden.
„Wir hatten große Probleme, in unser Spiel zu kommen. Es war keine schlechte, aber auch keine gute erste Halbzeit“, erklärte der Trainer gegenüber dem Tagesspiegel.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Hertha vollständig die Kontrolle. Gustaf Nilsson vergab aus kurzer Entfernung, ein Treffer von Oluwaseun Adewumi wurde aberkannt. Thorsteinsson belohnte die Berliner schließlich in der 80. Minute mit seinem zweiten Distanztreffer.
„In der zweiten Hälfte haben wir das Ding dann komplett gedreht und eine fantastische Halbzeit gespielt, waren sehr mutig und dominant. Wir hatten viele Tormöglichkeiten und in Summe ist der Sieg hochverdient“, sagte Leitl beim rbb.
Weber will die Ruhe bewahren
Sportdirektor Benjamin Weber ordnete den sechsten Sieg deutlich ausführlicher ein. „Die Punkte nimmt uns keiner mehr. Aber so, wie wir vor ein paar Wochen nicht den Kopf verloren haben, als alle uns den Untergang prophezeit haben, werden wir auch jetzt nicht den Kopf verlieren“, erklärte Weber ebenso gegenüber dem Tagesspiegel.
Die Berliner haben damit nicht nur sämtliche Saisonspiele gewonnen, sondern in Dresden erneut auf Widerstände reagiert. Weder der frühe Rückstand noch die vergebenen Möglichkeiten brachten die Mannschaft aus dem Konzept. Hertha geht nun als Tabellenführer in die dreiwöchige Länderspielpause und empfängt anschließend Fürth im heimischen Olympiastadion.