„Enorm unfair“: Fritz rechnet mit Werders Kritikern ab

Bildunterschrift
Clemens Fritz hat genug von der Kritik an Werders Kaderplanung. Nach vier Punkten aus drei Spielen schlägt der Sportchef deutlich zurück.
Clemens Fritz hat die jüngsten Ergebnisse des SV Werder Bremen für eine deutliche Antwort auf die Kritik am großen Kaderumbau genutzt. Nach dem 1:1 beim 1. FC Köln verteidigte der Sportchef seine Transferpolitik – und griff Teile der Berichterstattung ungewöhnlich scharf an.
Fritz sieht noch deutlich mehr im Werder-Kader
Werder nahm im Sommer durch die Abgänge von Keke Topp, Mio Backhaus und Romano Schmid rund 40 Millionen Euro ein und verpflichtete insgesamt 14 neue Spieler. Mehrere Transfers gelangen erst kurz vor Ablauf der Wechselfrist. Unter anderem kamen Youri Regeer, Moussa Ndiaye und Arthur am letzten Transfertag.
Der große Umbruch und das 1:4 zum Bundesliga-Auftakt gegen Freiburg hatten erhebliche Zweifel an der Zusammenstellung des Kaders ausgelöst. Seitdem lieferte die Mannschaft jedoch erste Gegenargumente: Auf den 3:1-Heimsieg gegen RB Leipzig folgte ein Punktgewinn in Köln. „Über die Berichterstattung habe ich mich geärgert“, erklärte Fritz gegenüber der DeichStube. Dass bereits zu einem so frühen Zeitpunkt derart hart geurteilt worden sei, bezeichnete er als „enorm unfair“. Grundsätzliche Kritik an seiner Arbeit akzeptiert der 45-Jährige. Die frühe Bewertung der neu formierten Mannschaft ging ihm allerdings zu weit. Werder habe mit seinen finanziellen Möglichkeiten versucht, die bestmöglichen Lösungen zu finden. Nun habe sich das Team auf dem Platz „mit Leistung dagegen gewehrt“.
Gerade das Remis in Köln passte zu Fritz’ Argumentation. Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerte sich Werder deutlich und belohnte sich durch Niclas Füllkrugs späten Ausgleich. Der Sportchef hob anschließend die Energie innerhalb der Mannschaft und die Unterstützung durch die Bank hervor. Mit vier Punkten aus den Partien gegen Freiburg, Leipzig und Köln fällt die Bilanz nach dem Fehlstart zumindest ordentlich aus. Fritz ist zudem überzeugt, dass die Mannschaft noch Steigerungspotenzial besitzt, sobald die zahlreichen Neuzugänge sämtliche Abläufe verinnerlicht haben.