Sieben Gegentore und ein Kopfproblem: Hütter will Eintrachts Blockaden lösen

Bild: Alex Grimm/Getty Images
Sieben Gegentore und noch kein Sieg: Adi Hütter reagiert auf Eintrachts Fehlstart mit Videoanalyse, Gesprächen und klaren Ansagen.
Eintracht Frankfurt hat nach zwei Bundesliga-Spielen nur einen Punkt auf dem Konto. Besonders bitter: Sowohl beim 3:3 gegen Union Berlin als auch beim 1:4 gegen den FC Augsburg lagen die Hessen zur Halbzeit in Führung. Adi Hütter sieht deshalb nicht nur sportliche Probleme.
Videositzung und klare Ansagen
„Uns werfen einzelne Dinge viel zu schnell aus der Bahn“, erklärte der Trainer. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, führte Hütter unter der Woche zahlreiche Gespräche und hörte intensiv in die Mannschaft hinein. Auch die Aufarbeitung auf dem Trainingsplatz fiel umfangreich aus. Einer Videositzung im ProfiCamp folgte am Mittwoch eine intensive Einheit, wie Eintracht Frankfurt im eigenen Trainingsbericht erklärt.
Seine defensive Ausrichtung will Hütter trotz der sieben Gegentore nicht grundsätzlich verändern. „Das ist überhaupt keine Systemfrage“, betonte der Österreicher vor dem Derby gegen Mainz. Seine Forderung ist deutlich: „Ich muss halt in die Zweikämpfe gehen und den Ball klären.“ Die Aussagen griff auch die Welt auf. Nach dem schnellen Augsburger Doppelschlag habe jeder Frankfurter versucht, die Partie alleine zu retten. „Wir waren Einzelkämpfer“, stellte Hütter fest. Nun erwartet er eine andere Reaktion: „Die Mannschaft soll sich als Mannschaft präsentieren.“
Beim noch ungeschlagenen Nachbarn Mainz wartet direkt die nächste schwierige Aufgabe. Mit Videositzungen, Einzelgesprächen und positiver Kommunikation will Hütter verhindern, dass ein weiterer Rückschlag seine Spieler erneut aus der Bahn wirft.