René Adler: „Vieira kann nicht alle HSV-Probleme lösen“

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images
Nach dem enttäuschenden Bundesliga-Start des Hamburger SV meldet sich Ex-Profi René Adler kritisch zu Wort.
Wie Bild berichtet, äußerte sich der frühere Torhüter des Hamburger SV zur riskanten Startelf-Entscheidung von Trainer Merlin Polzin. Diskutiert wurde vor allem, ob gleich sechs Neuverpflichtungen gleichzeitig in der Anfangsformation zu gewagt waren.
Adler sieht keine grundsätzlichen Zweifel am Kader
„Klar, die Entscheidung ist nicht aufgegangen. Jeder Coach will so schnell wie möglich Abläufe und Automatismen im neuen Team implementieren. Doch einige Transfers wurden spät realisiert“, sagte Adler. Grundsätzliche Bundesliga-Tauglichkeit spricht er der Mannschaft aber nicht ab.
„Ich habe aber keine Befürchtungen, dass der HSV in dieser Zusammenstellung nicht bundesligatauglich ist. Ich hoffe, dass alle ruhig bleiben und den Schlüssel zum Erfolg finden“, erklärte er weiter, mahnte aber auch zur Selbstkritik: „Man muss schon den Finger in die Wunde legen.“
Warnung vor zu großen Erwartungen an Vieira
Besonders vor einer Überhöhung von Neuzugang Fabio Vieira warnte der TV-Experte. „Fabio kann nicht alle HSV-Probleme lösen. Er kann das Spiel lenken, für besondere Momente sorgen. Der Rest muss aber auch funktionieren“, so Adler.
Als schwerwiegender bewertet er dagegen den Abgang von Abwehrchef Luka Vuskovic zu Brighton. „Vuskovic war trotz seines Alters ein absoluter Leader des HSV-Teams. Seine Ausstrahlung und Power fehlen sehr. Luka hat jeden Mitspieler besser gemacht“, erklärte Adler.