Herthas neuer Hoffnungsträger erklärt seine besondere Rolle

Bild: Michael Campanella/Getty Images
Hertha BSC hat seinen erfolgreichen Saisonstart genutzt, um kurz vor dem Ende der Transferphase noch einmal im Angriff nachzulegen. Gustaf Nilsson wechselte auf Leihbasis mit Kaufoption vom FC Brügge nach Berlin. Der schwedische Nationalspieler soll dem bisherigen Sturm zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.
Der 1,97 Meter große Angreifer bringt reichlich Erfahrung mit. Nilsson spielte bereits in Deutschland, war in mehreren europäischen Wettbewerben aktiv und gehörte im Sommer zum schwedischen WM-Kader. Bei Hertha trifft er nun auf eine Mannschaft, die ihre ersten drei Ligaspiele gewonnen und bereits zehn Treffer erzielt hat.
Nilsson lobt Herthas Mannschaft
Vor seiner Entscheidung beschäftigte sich Nilsson intensiv mit den bisherigen Auftritten der Berliner. Der starke Saisonstart hat beim Neuzugang offenbar Eindruck hinterlassen. „Der Spirit im Team erscheint mir sehr gut“, erklärte er im Interview mit Hertha BSC.
Nilsson möchte sich vor allem durch seine Erfahrung aus internationalen Spielen einbringen. Der Schwede lief in der Champions League, der Europa League sowie der Conference League auf und erzielte für Brügge unter anderem einen entscheidenden Treffer gegen Atalanta Bergamo.
Bei Hertha sieht er seine Aufgabe vor allem im gegnerischen Strafraum. Dort will Nilsson körperliche Präsenz zeigen und für Tore sorgen. Als übergeordnetes Ziel nannte der 29-Jährige zudem die Rückkehr des Vereins in die Bundesliga, ohne dafür einen konkreten Zeitpunkt vorzugeben.
Über den Verein sagte er: „Dieser Club ist sehr groß. Ich habe natürlich schon häufiger Spiele von Hertha im Fernsehen gesehen – sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga.“
Leitl führt Nilsson vorsichtig heran
Mit einem sofortigen Platz in der Startelf ist zunächst allerdings nicht zu rechnen. In der vergangenen Saison kam Nilsson beim FC Brügge nur selten zum Einsatz. Entsprechend benötigt der Angreifer noch Zeit, um wieder seine vollständige Wettkampfhärte zu erreichen.
„Gustaf muss Minuten sammeln und spielfit werden“, erklärte Stefan Leitl laut Bild. Dem Bericht zufolge könnte der Neuzugang gegen den 1. FC Magdeburg zunächst als Joker zum Einsatz kommen. Für Leitl erweitert sich damit dennoch sofort die Auswahl im Angriff. Neben Sebastian Grönning und Luca Schuler verfügt der Hertha-Trainer nun über einen erfahrenen Mittelstürmer, der aufgrund seiner Größe ein anderes Profil mitbringt.
Nilsson selbst ist von der Qualität und der aktuellen Stimmung innerhalb der Mannschaft überzeugt. Nun soll er dabei helfen, den perfekten Saisonstart fortzusetzen – zunächst möglicherweise mit seinen ersten Minuten im Olympiastadion.