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Debüt, Comeback, Wiedersehen: Das macht Leipzigs Bundesliga-Auftakt besonders

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Für Martin Demichelis ist der Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach eine Premiere. Doch der RB-Trainer ist nicht der einzige „Neu“-Leipziger, für den der erste Spieltag der Saison 2026/27 eine besondere Geschichte bereithält.

Auch Christopher Nkunku und Rocco Reitz könnten am Samstag einen besonders emotionalen Fußballnachmittag erleben.

„Etwas Großes für mich, Trainer von RB Leipzig zu sein“

Seit rund sieben Wochen ist Demichelis nun Trainer bei RB Leipzig, gestaltete bereits das erste Pokalspiel mit einem 6:0-Sieg erfolgreich. Am Samstagnachmittag steht für den 45-Jährigen allerdings das erste Spiel als
Bundesligatrainer an. Vor der Partie verriet der Argentinier bei der Pressekonferenz: „Es ist etwas Großes für mich, Trainer von RB zu sein. Das erste Mal in einem offiziellen Spiel in der Bundesliga. Ich glaube, ich habe
auch gesagt, [José; d. Red.] Cardoso war der erste argentinische Trainer, aber nicht von Anfang der Saison bis zum letzten Spieltag. Das bedeutet, es passiert nicht oft, dass ein argentinischer Trainer eine Saison von Anfang an Trainer sein kann. Deswegen freue ich mich sehr auf morgen, auf den Spieltag in der Bundesliga.“

Der ehemalige defensive Mittelfeldspieler kennt die Bundesliga schließlich nur zu gut: Zwischen 2003 und 2010 spielte er für den FC Bayern München, gewann viermal die Meisterschaft und viermal den DFB-Pokal. Nun kehrt Demichelis in einer völlig neuen Rolle auf die Bundesligabühne zurück. Damit ist er am Samstag allerdings nicht der einzige Leipziger, für den der Saisonauftakt etwas Besonderes bereithält.

Nkunku vor dem nächsten RB-Debüt

Es ist der Sommertransfer für viele RB-Fans: Christopher Nkunku kommt nach seinem Abschied 2023 per Leihe von AC Mailand wieder zurück nach Leipzig und trägt diesmal die Nummer 28. „Er wollte unbedingt zurück zu RB Leipzig und das ist ein großer Vorteil für einen Trainer. Wenn ein Spieler unbedingt
kommen will und versucht, wieder sein bestes Niveau zu finden. Und er freut sich selber, hier wieder dabei zu sein“, kommentierte Demichelis die Rückkehr des 28-Jährigen.

Sein erster Eindruck: „Ich finde, er ist ein netter Kerl, ist sehr sympathisch, ist auch brav und deswegen sehr, sehr professionell. Ich kenne ihn persönlich erst seit einer Woche, aber sieht gut aus. Und über seine Qualität brauchen wir nicht sprechen.“

Bei der Startelffrage hielt sich der neue Cheftrainer noch bedeckt, denn nicht einmal die Spieler selbst wüssten schon, wer am Samstag von Beginn an auf dem Platz stehen wird. Fest steht: „Er ist bereit. Er hat keine Probleme. In der Vorbereitung hat er nicht viele Testspiele gehabt. Wahrscheinlich fehlt ihm nur Rhythmus, aber gesund ist gesund. Deswegen hat er die ganze Woche normal trainiert wie seine Mitspieler. Er ist im Kader und wenn ein Spieler im Kader ist, bedeutet das, der Spieler ist bereit.“

Während Nkunku bei einem Einsatz wohl mit einem besonders herzlichen Empfang der Leipziger Fans rechnen darf, wartet auf einen anderen RB-Neuzugang ein emotional deutlich komplizierterer Nachmittag.

Ausgerechnet Gladbach: Reitz trifft direkt auf den Ex-Klub

Rocco Reitz wechselte im Sommer von Borussia Mönchengladbach zu den Roten Bullen – natürlich von viel Kritik begleitet – und trifft nun gleich am ersten Spieltag auf seinen ehemaligen Verein. Auch auf diesen Umstand wurde Demichelis bei der Presserunde angesprochen. Mit einem Schmunzeln antwortete er: „Jeder kennt seine Situation schon. Wahrscheinlich ist es für ihn besonders. Aber das passiert oft in der Geschichte des Fußballs, das passiert jedes Wochenende, dass Spieler vorher bei einem anderen Verein waren. Wenn er spielt oder wenn er reinkommt, muss er einfach ein Tor schießen. Das ist so einfach. Das wäre nicht schlecht.“

Ob Reitz seinem Trainer diesen Wunsch tatsächlich erfüllt, wird sich am Samstagnachmittag zeigen. So oder so steckt im ersten Spieltag für Leipzig viel Emotion: ein Debüt an der Seitenlinie, eine langersehnte Rückkehr – und ein Wiedersehen, das früher kommt als gedacht.

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