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„Soll ich einen Spieler umbringen?“: Riera poltert nach Europa-League-Aus

Bild: Alex Grimm/Getty Images

Roter Stern Belgrad erlebt einen bitteren Abend. Der ehemalige Frankfurt-Trainer Albert Riera fand nach dem spektakulären Aus deutliche Worte.

Der ehemalige SGE-Coach Albert Riera hat mit Roter Stern Belgrad einen dramatischen Abend in den Europa-League-Playoffs erlebt. Nach einem 3:0-Erfolg im Hinspiel verspielten die Serben ihre komfortable Ausgangslage und verloren das Rückspiel gegen Viktoria Pilsen mit 1:5.

Damit verpasste Belgrad trotz des deutlichen Vorsprungs aus dem ersten Duell die Qualifikation für die Europa League. Wie Sport1 berichtet, entwickelte sich das Rückspiel dabei zu einer turbulenten Partie.

Rote Karte und drei Elfmeter

Pilsen ging bereits nach acht Minuten durch Prince Kwabena Adu in Führung. Mirko Ivanic glich anschließend für Belgrad aus. Nach der Pause nahm die Partie jedoch eine entscheidende Wendung.

Zunächst scheiterte Pilsen in der 51. Minute mit einem Foulelfmeter. Kurz darauf sah Belgrads Osman Bukari wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Den folgenden Strafstoß verwandelte Denis Visinsky zur erneuten Führung, Patrik Hrosovsky erhöhte wenig später auf 3:1.

Belgrad wäre damit noch weitergekommen. In der fünften Minute der Nachspielzeit bekam Pilsen jedoch einen weiteren Elfmeter zugesprochen und nutzte auch diese Chance. In der Verlängerung fiel schließlich die endgültige Entscheidung: David Krcik erzielte das 5:1, wobei die Torlinientechnik den Treffer bestätigte.

Riera nimmt seine Spieler in die Pflicht

Nach dem bitteren Ausscheiden wurde Riera auf der Pressekonferenz deutlich. Der ehemalige Frankfurt-Trainer verwies darauf, dass er seinen Spielern vor der Partie eine klare Vorgabe mitgegeben habe.

„Ihr könnt jetzt zu den Spielern gehen und sie fragen: Was war die einzige Botschaft vor diesem Spiel? Wenn ihr nicht tut, was ich sage. Ich sende keine 100 Botschaften, sondern nur eine. Die eine und einzige. Aber was soll ich jetzt tun? Wir sind keine Maschinen. Soll ich einen Spieler umbringen? Nein!“, sagte Riera laut Sport1.

Gleichzeitig übernahm der Spanier einen Teil der Verantwortung für das Ausscheiden: „Sie brauchen einen Trainer. Ich nehme die ganze Kritik auf mich. Ich werde den ganzen Mist schlucken. Wir müssen daraus lernen, denn ich bereite eine Mannschaft vor, die groß rauskommen wird – für die Champions League. Wer diesem Niveau nicht gewachsen ist, der muss gehen“, erklärte Riera.

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