Keine Stimmung für RB: Gladbach-Fans ziehen zur Protest-Tour nach Leipzig

Bild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images
Borussia Mönchengladbach kann beim Bundesliga-Auftakt in Leipzig mit großer Unterstützung rechnen. Die mitreisenden Fans dürften die Partie erneut für Proteste gegen RB nutzen.
Das zur Verfügung stehende Gästekontingent ist fast vollständig ausgeschöpft. Gleichzeitig wollen die Anhänger deutlich machen, dass ihre Reise nach Sachsen nicht mit einer Akzeptanz des Leipziger Vereinsmodells gleichzusetzen ist.
Nur noch wenige Restkarten verfügbar
Gladbach erhielt für die Partie am Samstag ein Kontingent von 4.800 Gästekarten. Nach Informationen der BILD waren am Mittwoch lediglich noch rund 100 Tickets verfügbar.
Da einige Borussia-Anhänger ihre Karten über andere Bereiche des Stadions beziehen, rechnet der Verein insgesamt mit etwa 5.000 mitreisenden Fans. Die Mannschaft von Eugen Polanski dürfte damit bei ihrem ersten Bundesligaspiel der Saison von einem fast vollständig gefüllten Gästeblock unterstützt werden.
Die Begegnung mit RB gehört für die organisierte Gladbacher Fanszene allerdings seit Jahren zu den umstrittensten Partien der Saison. Ein vollständiger Boykott des Spiels kommt für die meisten Anhänger dennoch nicht infrage. Sie wollen ihre eigene Mannschaft unterstützen und gleichzeitig ihren Protest ins Stadion tragen.
Gladbach-Fans protestieren gegen RB-Modell
In der Vergangenheit verzichtete der Gästeblock während der ersten 19 Spielminuten weitgehend auf die Unterstützung der eigenen Mannschaft. Statt der üblichen Gesänge begleiteten Trillerpfeifen und andere Störgeräusche den Leipziger Ballbesitz.
Leipzig reagierte in den vergangenen Jahren mit verstärkten Kontrollen am Stadioneingang. Dabei wurde nach Trillerpfeifen gesucht, um die Protestaktionen einzuschränken. Die Gladbacher Fanszene verlagerte ihren Widerstand daraufhin teilweise auf andere Bereiche.
Bier-und-Wurst-Boykott sorgte für Aufmerksamkeit
Beim vergangenen Gastspiel rief der FPMG Supporters Club dazu auf, im Stadion keine Speisen und Getränke zu kaufen. Die Anhänger sollten auf Bier und Bratwurst verzichten, damit neben dem unvermeidbaren Kauf der Eintrittskarte kein weiteres Geld an RB fließt.
Rund 5.500 Gladbacher reisten damals nach Leipzig. Ob der wirtschaftliche Boykott bei der kommenden Partie in derselben Form wiederholt wird, ist bislang nicht bekannt. Der übliche Protest während der Anfangsphase gilt dagegen als wahrscheinlich.