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Vom dritten Torwart zur Nummer eins? Klaus erhält wohl seine große Chance

Bild: Maja Hitij/Getty Images

Beim 1. FC Union Berlin deutet sich kurz vor dem Pflichtspielauftakt eine überraschende Veränderung im Tor an. Weil Frederik Rönnow und Matheo Raab verletzt fehlen, könnte Carl Klaus gegen Eintracht Braunschweig zwischen den Pfosten stehen.

Noch vor einigen Monaten schien der 32-Jährige weit von einem Einsatz als Stammkeeper entfernt zu sein. Das Verletzungspech seiner beiden Konkurrenten hat die Rangordnung jedoch vorerst auf den Kopf gestellt.

Rönnow verpasst den Pokalauftakt

Rönnow absolvierte während der gesamten Vorbereitung keine einzige Minute in den Testspielen. Nach Informationen der Berliner Zeitung steht bereits fest, dass der Däne auch für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig keine Option sein wird.

Auch Raab konnte sich nicht als Alternative empfehlen. Der vor einem Jahr als Herausforderer Rönnows verpflichtete Torhüter fiel zuletzt ebenfalls mehrere Wochen verletzt aus. Zuvor hatte er einen möglichen Wechsel zu Hannover 96 abgelehnt, um sich bei Union durchzusetzen.

Damit schlägt die Stunde von Klaus. Der Routinier präsentierte sich in den bisherigen Testspielen unaufgeregt und leistete sich keinen schwerwiegenden Fehler. Beim abschließenden Härtetest gegen Ipswich Town soll er erneut das Tor der Köpenicker hüten.

Klaus kann sich für Braunschweig empfehlen

Die Begegnung mit dem englischen Premier-League-Aufsteiger wird für Klaus zur letzten großen Bewährungsprobe vor dem Pflichtspielstart. Überzeugt er auch an der Alten Försterei, dürfte er eine Woche später in Braunschweig in der Startelf stehen.

Dass Union zunächst auf seine eigentliche Nummer drei angewiesen ist, kommt dennoch ungelegen. Mit dem Zweitligisten wartet im DFB-Pokal ein anspruchsvoller Gegner, der mit einem 6:1-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg in die neue Saison gestartet ist.

Für Klaus bietet sich dadurch unverhofft die wohl größte Gelegenheit seiner bisherigen Zeit bei Union. Ein überzeugender Pokalauftritt könnte die Torwartfrage sogar über Rönnows Rückkehr hinaus neu entfachen. Zunächst muss der 32-Jährige jedoch gegen Ipswich bestätigen, dass Trainer Mauro Lustrinelli auch im Ernstfall auf ihn bauen kann.

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