Sollte die Klub-Hymne der Gäste-Mannschaft in der Bundesliga abgespielt werden?

Bild: Lars Baron/Getty Images
Der VfL Wolfsburg spielt beim Aufwärmen die Klub-Hymne des 1. FC Kaiserslautern ab. Eine schöne Geste, die auch als Vorbild für die Bundesliga dienen könnte?
Vor allem in der 2. Bundesliga ist diese Wertschätzung für die Gästefans gelegentlich zu beobachten: Die gastgebende Mannschaft lässt beim Aufwärmen auch die Klub-Hymne des Gästeteams laufen.
Wolfsburg unterläuft Panne
Am Samstag war dies auch beim Topspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Kaiserslautern, das nicht ausverkauft war, zu sehen. Auch wenn es zu einer kleinen Panne kam, da die Hymne der Lauterer abrupt abgebrochen wurde, um offenbar Werbung von VW einzuspielen.
In der Bundesliga hält sich diese wertschätzende Aktion dagegen in Grenzen. Bei Klubs mit Fanfreundschaften wie dem FC Bayern und dem VfL Bochum kommt es vor, dass beide Hymnen abgespielt werden. Ansonsten ist dies jedoch kaum der Fall.
Natürlich ist es auch immer die Frage, ob dies wirklich ins Konzept passt und nicht für großen Ärger sorgt. Eine Hymne von RB Leipzig würde wahrscheinlich von allen Heimteams gnadenlos ausgepfiffen werden, bei einem Revierderby Schalke gegen Borussia Dortmund könnte die Hymne des Auswärtsteams die Emotionen zum Überkochen bringen.
Klubs in Liga zwei sind entspannter
Andererseits wäre es innerhalb der Fanszene eine schöne Anerkennung für die auswärts angereisten Fans, ihnen für rund zwei Minuten durch das Abspielen der Klub-Hymne Wertschätzung entgegenzubringen. Eine einheitliche Anordnung der Bundesliga dürfte aber schwer durchzusetzen sein, sodass es beim guten Willen der Klubs bleibt, die in der 2. Liga einen entspannteren Umgang damit pflegen.