2. LigaHertha BSC

Wieder Grønning: Warum Herthas erster Torschütze diesmal mehr verspricht

Bild: Lars Baron/Getty Images

Hertha BSC startet in eine neue Saison und der erste Berliner Torschütze heißt Sebastian Grønning. Schon vor einem Jahr traf der Däne zum Auftakt, doch diesmal spricht einiges dafür, dass nach dem guten Start mehr folgen könnte.

Vor einem Jahr erzielte Grønning beim 1:2 auf Schalke als Einwechselspieler kurz vor Schluss Herthas erstes Saisontor. Zwölf Monate später war der 29-Jährige in Bochum erneut zur Stelle, diesmal von Beginn an und diesmal als Siegtorschütze. Dazwischen liegt allerdings eine Saison, die für den Dänen nicht wie erhofft verlief.

Ein vielversprechender Beginn

Grønning war im Sommer 2025 ablösefrei vom FC Ingolstadt nach Berlin gekommen. Hertha verpflichtete einen klassischen Strafraumstürmer, der in der 3. Liga zuverlässig getroffen hatte. In seiner letzten Saison für Ingolstadt gelangen ihm 16 Tore in 28 Einsätzen, insgesamt waren es 24 Treffer in 43 Drittligapartien.

Auch in Berlin begann es vielversprechend. Nach seinem Tor auf Schalke folgte Anfang Oktober ein Doppelpack gegen Preußen Münster. Danach blieb Grønning allerdings ohne weiteren Ligatreffer. Nur viermal stand er in der 2. Bundesliga in der Startelf, in der Rückrunde kam er lediglich siebenmal zum Einsatz.

Grønning kämpfte mit dem höheren Niveau

Der Sprung aus der 3. Liga machte sich bemerkbar. Vor allem athletisch hatte Grønning zunächst Schwierigkeiten mit dem höheren Niveau. Gleichzeitig wurden seine Möglichkeiten immer geringer. Hertha spielte meist mit nur einem Mittelstürmer, Grønning konkurrierte mit Dawid Kownacki und Luca Schuler und verlor zunehmend seinen Rhythmus. In diesem Sommer präsentiert sich der Däne dagegen deutlich stärker.

Bereits in der Vorbereitung machte Grønning mit Toren auf sich aufmerksam. Gegen den Frohnauer SC traf er doppelt, gegen Lichtenberg 47 dreifach und auch gegen Lok Leipzig war er erfolgreich. Bei der Generalprobe gegen Bundesligist Köln legte er nach und köpfte zum zwischenzeitlichen 1:1 ein. Sieben Testspieltore standen vor dem Saisonstart auf seinem Konto. Vor allem aber brachte ihm der Sommer offenbar eines zurück: Selbstvertrauen.

Ausgangslage hat sich verändert

Das zeigte sich auch in Bochum. Stefan Leitl gab Grønning im Sturmzentrum den Vorzug vor Schuler. In der 39. Minute wurde er in die Tiefe geschickt, blieb vor Timo Horn ruhig und traf sehenswert ins lange Eck. Wieder erzielte Grønning Herthas erstes Saisontor. Diesmal reichte es allerdings zum Sieg. „Die Leistungen aus den Tests haben Selbstvertrauen gegeben“, erklärte der Angreifer anschließend. Seine Chance von Beginn an habe er unbedingt nutzen wollen.

Auch seine Situation im Kader ist inzwischen eine andere. Kownacki hat Hertha verlassen und damit ist in der Sturm-Hierarchie Platz entstanden. Grønning kennt inzwischen die 2. Bundesliga, den Verein und die Anforderungen von Leitl. Nach einer kompletten Vorbereitung wirkt er zudem körperlich besser auf die intensive Spielweise der Berliner vorbereitet. Natürlich macht ein guter Sommer samt Auftakttor noch keine starke Saison.

Das weiß Grønning selbst am besten, denn schließlich begann auch sein erstes Jahr bei Hertha mit einem Treffer. Nun muss die Sturmkante allerdings noch zeigen, dass er auch über die gesamte Strecke diese Leistungen bringen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert