Überraschung: Argentinien macht sich öffentlich für Infantino stark

Bild: Alex Wong/Getty Images
FIFA-Chef Gianni Infantino erhält starke Unterstützung aus Süd- und Mittelamerika.
Der Machtkampf bei der FIFA geht in die nächste Runde. Während sich zuletzt viele Gegner von FIFA-Chef Gianni Infantino öffentlich zu Wort gemeldet hatten, darunter die UEFA, scheint nun die Zeit gekommen zu sein, dass jene Verbände, die Infantino unterstützen, sich ebenfalls öffentlich äußern.
Afrika bekräftigt Bekenntnis zu Infantino
Dass alle 54 afrikanischen Verbände hinter Infantino stehen, ist bekannt (96:64: so steht es im Machtkampf). Am Donnerstag teilte der Kontinentalverband CAF mit: „Das CAF-Exekutivkomitee bekräftigte einstimmig seine Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino und dankte ihm für sein langjähriges Engagement für den afrikanischen Fußball.“
Für Experten wenig überraschend ist, dass auch Südamerika mit seinen zehn Mitgliedern hinter Infantino steht. Besonders Argentinien hofft, mehr Spiele bei der WM 2030 austragen zu dürfen. Dennoch überraschte es, dass der argentinische Verband am Donnerstag auch öffentlich ein sehr klares Statement zugunsten Infantinos abgab.
Der Vize-Weltmeister lobte Infantino für seine öffentliche Entschuldigung nach dem Scheitern seiner Investoren-Idee für die WM und seine bisherige Arbeit als Präsident. Der Verband betonte zudem: „Angesichts des bevorstehenden FIFA-Kongresses ist der Verband […] daher fest davon überzeugt und bekräftigt, dass der richtige Weg darin besteht, unter Ihrer Führung weiterzuarbeiten, um einen besseren und noch inklusiveren Fußball zu entwickeln.“
Mexiko hält zu Infantino
Überraschend kam dagegen eine weitere Pro-Infantino-Erklärung: WM-2026-Gastgeber Mexiko (FMF) stellte sich ebenfalls hinter Infantino. „Die FMF unterstützt die Führung von Präsident Infantino, um die Entwicklung des Fußballs durch eine Stärkung der Institutionen weiter voranzutreiben“, schrieben die Mittelamerikaner und betonten, Infantino nicht vor den Wahlen 2027 absetzen zu wollen:
„Die FMF wird keinen Prozess anerkennen oder genehmigen, der außerhalb dieser institutionellen Ordnung einberufen wird, und schließt sich dem Aufruf vom 5. August 2026 an, den Präsident Infantino ausgesprochen hat, um gemeinsam die Entwicklung des Fußballs zum Nutzen der 211 Mitgliedsverbände weiter voranzutreiben.“