InternationalWM 2026

Nach Erpressungsvorwürfen: FIFA tätigt Blitzüberweisung

Bild: Alex Wong/Getty Images

Jordanien hat die FIFA öffentlich der Erpressung beschuldigt. Nun folgte eine Blitzüberweisung.

In dieser Woche veröffentlichte Prinz Ali bin al-Hussein, Präsident des jordanischen Fußballverbands, auf X ein ausführliches Statement, in dem er der FIFA Erpressung vorwarf.

3,6 Millionen Euro Presigeld wurden nicht überwiesen

Konkret ging es darum, dass Jordanien im Dezember 2025 beim Arab Cup den zweiten Platz erreichte. Dafür sollte ein Preisgeld von 3,6 Millionen Euro gezahlt werden.

Den Betrag erhielt Jordanien jedoch nicht. Auf Nachfrage während der WM 2026 wurde al-Hussein offenbar mitgeteilt, dass es zunächst hilfreich wäre, Gianni Infantino bei der nächsten Wahl zum FIFA-Präsidenten zu unterstützen.

„Während der Weltmeisterschaft wurde mir mündlich mitgeteilt, dass meine Unterstützung für Infantino bei den Wahlen im März 2027 unserem Fußballverband erheblich helfen würde.“ Al-Hussein betonte: „Wir haben ihn vorher nicht unterstützt und werden es auch jetzt nicht tun. Die ganze Situation ist jedoch eine Erpressung. Wir weigern uns, nachzugeben.“

Wenige Tage nach diesem Statement hat die FIFA nun eine Blitzüberweisung vorgenommen. Jordanien hat das Preisgeld vom Arab Cup erhalten.

Jordanien stellt sich gegen Infantino

Al-Hussein bestätigte auf X, dass das Preisgeld am Donnerstagmorgen überwiesen worden sei. Er bedankte sich, kritisierte jedoch, dass die Zahlung acht Monate zu spät erfolgte. Zudem äußerte er erneut seine Besorgnis über die Zustände bei der FIFA.

Al-Hussein stellte klar: „Mein Fußballverband und ich werden Präsident Infantino weder unterstützen noch für ihn stimmen.“

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