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Marktwert-Peak: Nur drei Bundesliga-Klubs erreichen aktuell das Maximum

Bild: Christian Kaspar-Bartke/Getty

Bei einigen Bundesliga-Klubs liegt der Marktwert-Peak schon eine Zeit zurück, der FC Bayern dominiert dagegen auch in dieser Kategorie.

Die Daten von Transfermarkt sorgen stets für Interesse und Diskussionen. Nun hat das Datenportal eine Übersicht über die Marktwert-Peaks der 18 Klubs in der Bundesliga veröffentlicht. Auffällig: Nur drei Teams haben derzeit ihren Rekordwert erreicht.

FC Bayern knackt Milliarden-Marke

Der FC Bayern stellt das wertvollste Team der Bundesliga und hat gleichzeitig seinen Marktwert-Rekord aus dem Sommer 2024 übertroffen. Die Aufwertungen für das Frankreich-Duo Michael Olise (170 Mio. Euro) und Dayot Upamecano (75 Mio. Euro) sowie die Zugänge Nathaniel Brown (50 Mio. Euro) und Ismael Saibari (55 Mio. Euro) bringen den FC Bayern auf einen Kaderwert von rund 1,07 Milliarden Euro.

Auch der VfB Stuttgart, DFB-Pokalsieger von 2025 und Champions-League-Starter, hat einen neuen Höchstwert erreicht und kommt nun auf einen Kaderwert von 413 Millionen Euro.

Durch den erstmaligen Bundesligaaufstieg profitiert zudem die SV Elversberg auch marktwerttechnisch. Noch nie war das Team der Saarländer mehr als 52 Millionen Euro wert.

Überraschend ist dagegen, dass die 15 weiteren Teams aus der Bundesliga derzeit nicht auf ihrem Marktwert-Peak sind. Dabei gibt es viele Faktoren, die eigentlich neue Rekordwerte fördern sollten. Gerade erst fand eine Weltmeisterschaft statt, danach steigern viele Spieler ihren Marktwert, besonders bei 48 WM-Teams.

Die Bundesligaklubs verfügen zudem oftmals über die größten Kader aller Zeiten mit rund 30 Spielern plus X. Zudem gilt der Markt ohnehin als überhitzt, gefühlt steigen überall die Preise.

Eine gewisse Entwarnung gibt es aber: Sieben weitere Vereine haben ihren Marktwert-Peak in diesem Jahr erreicht, sie haben aber entweder ihre teuersten Spieler gerade verkauft oder konnten während der WM nicht das gesamte Turnier über von Marktwertsteigerungen profitieren.

Man sollte Schlussfolgerungen daher vorsichtig ziehen, zumal der Sommer-Transfermarkt noch nicht abgeschlossen ist.

Andererseits legen die Daten nahe, dass einige Bundesligaklubs in Sachen Kaderplanung und Entwicklung zuletzt nicht besonders gute Arbeit geleistet haben.

Die Branche boomt, die Rahmenbedingungen für hohe Marktwerte sind hervorragend, doch einige Klubs haben noch Luft nach oben.

Revier-Klubs haben schon bessere Zeiten erlebt

Bei Borussia Dortmund ist dies wohl am deutlichsten zu erkennen. Das Team hat im Grunde keinen X-Faktor-Spieler mehr wie einst Ousmane Dembélé, Erling Haaland oder Jude Bellingham.

Kurios: Der BVB und Revier-Rivale Schalke 04 sind die einzigen Klubs, deren Marktwert-Peak noch aus den 2010er-Jahren stammt. Dass der hoch verschuldete Aufsteiger Schalke 04 nicht an seine Marktwerte aus Europapokalzeiten herankommt, ist aber verständlich.

Die Königsblauen erreichten ihren Höchstwert im November 2018, als das Team 267 Millionen Euro wert war. Damals war Schalke amtierender Vizemeister und spielte Champions League.

Der sportliche Faktor hat natürlich große Auswirkungen auf den Marktwert: So ist bei RB Leipzig zu spüren, dass das Team in der vergangenen Saison nicht international vertreten war. Und auch Eintracht Frankfurt hat schon viel von seinem Tafelsilber verkauft und spielt nun eine Saison ohne Europapokal. Bayer 04 Leverkusen hat seinen Marktwert-Peak nach der Double-Saison 2023/24 erreicht.

Bei Borussia Mönchengladbach dürfte sogar manche Träne verdrückt werden. Zu Champions-League-Zeiten war das Team 346 Millionen Euro wert, aktuell sind es nur noch 135 Millionen Euro.

Ein ähnliches Bild zeigt Union Berlin: Von 193 Millionen Euro im Jahr 2023 ist der Wert nun auf 110 Millionen Euro gesunken.

Drei Klubs erreichen aktuell ihren Marktwert-Peak

FC Bayern, 1,07 Milliarden Euro, Vereinsrekord

VfB Stuttgart, 413 Mio. Euro, Vereinsrekord

SV Elversberg, 52 Mio. Euro, Vereinsrekord

Sieben weitere Klubs haben ihren Marktwert-Peak 2026 erreicht

TSG 1899 Hoffenheim, 311 Mio. Euro, Vereinsrekord am 15.7.2026, aktuell: 302 Mio. Euro

SC Freiburg, 286 Mio. Euro, Vereinsrekord am 15.7.2026, aktuell: 243 Mio. Euro

Werder Bremen, 196 Mio. Euro, Vereinsrekord am 15.1.2026, aktuell: 150 Mio. Euro

Hamburger SV, 176 Mio. Euro, Vereinsrekord am 1.6.2026, aktuell: 98 Mio. Euro

FC Augsburg, 170 Mio. Euro, Vereinsrekord am 1.7.2026, aktuell: 164 Mio. Euro

1.FC Köln, 155 Mio. Euro, Vereinsrekord am 1.6.2026, aktuell: 127 Mio. Euro

    SC Paderborn, 48 Mio. Euro, Vereinsrekord am 15.6.2026, aktuell: 38 Mio. Euro

    Zwei Klubs haben 2025 ihren Marktwert-Peak erreicht

    Eintracht Frankfurt, 409 Mio. Euro, Vereinsrekord am 15.7.2025, aktuell: 337 Mio. Euro

    FSV Mainz 05, 184 Mio. Euro, Vereinsrekord am 1.7.2025, aktuell: 169 Mio. Euro

    Vier Klubs haben ihren Marktwert-Peak zwischen 2020 und 2024 erreicht

    Bayer 04 Leverkusen, 668 Mio. Euro, Vereinsrekord am 1.8.2024, aktuell: 514 Mio. Euro

    RB Leipzig, 630 Mio. Euro, Vereinsrekord am 5.3.2020, aktuell: 605 Mio. Euro

    Borussia Mönchengladbach, 346 Mio. Euro, Vereinsrekord am 15.2.2021, aktuell: 135 Mio. Euro

    Union Berlin, 193 Mio. Euro, Vereinsrekord am 15.9.2023, aktuell: 110 Mio. Euro

    Vor 2020 haben zwei Klubs ihren Marktwert-Peak erreicht

    Borussia Dortmund, 723 Mio. Euro, Vereinsrekord am 1.9.2019, aktuell: 464 Mio. Euro

    Schalke 04, 267 Mio. Euro, Vereinsrekord am 1.11.2018, aktuell: 63 Mio. Euro

    Basisdaten von Transfermarkt.de

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