Messi petzte: Darum wurde Cucurella trotzdem nicht vom Platz gestellt

Bild: Carl Recine/Getty Images
Lionel Messi forderte im Finale der WM 2026 eine Rote Karte für Marc Cucurella. Schiedsrichter Slavko Vincic lehnte den Platzverweis ab.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit wurde Argentiniens Enzo Fernandez im Finale der WM 2026 mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Daraus entstand eine Diskussion auf dem Spielfeld – und plötzlich hob Lionel Messi die Arme und machte Schiedsrichter Slavko Vincic auf ein vermeintliches Vergehen von Spaneins Marc Cucurella aufmerksam.
Allerdings stellte Vincic Cucurella nicht vom Platz. Was war passiert? Cucurella war in eine Diskussion mit Messi geraten und hielt sich dabei dezent die Hand vor den Mund. Bekanntlich besagt eine neue Verordnung der FIFA, dass Sprechen mit vorgehaltener Hand nicht erlaubt ist und zu einem Platzverweis bei der WM 2026 führen kann.
Allerdings gibt es eine Modifizierung, wie die Schiedsrichter-Influencer vom „Referee Channel“ erklären: Wenn die Konversation nicht während eines Konflikts stattfindet („confrontational manner“), also keine aggressive oder bösartige Absicht erkennbar ist, ist keine Rote Karte erforderlich.
Genau zu diesem Schluss kam auch der Video-Schiedsrichter, der die Situation nochmals überprüft hatte. Auf dem Feld war zudem zu sehen, wie Vincic noch einmal mit Messi sprach und das Spiel anschließend ohne Platzverweis fortsetzte.