„Schachmatt“: Begleicht Rabiot seine Rechnung mit Yamal?

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images
Frankreich gegen Spanien lautet das erste Halbfinale der WM 2026, in dem es auch wieder persönlich werden kann.
Top-Favorit Frankreich gegen Europameister Spanien: Bei der WM 2026 steht am Dienstag ein elektrisierendes erstes Halbfinale an. Beide Nachbarländer sind durch eine fußballerische Rivalität verbunden, der in den letzten Jahren eine persönliche Note hinzugekommen ist. Die sozialen Medien haben daran ihren Anteil.
Spanien siegte bei EM 2024
Denn bei der EM 2024 trafen beide Teams ebenfalls im Halbfinale aufeinander. Vor dem Spiel wurde Frankreichs Mittelfeld-Routinier Adrien Rabiot zum aufstrebenden Lamine Yamal befragt. Rabiot äußerte sich grundsätzlich, dass Yamal ein großes Talent sei, aber bei großen Spielen noch nichts habe zeigen können. Die Aussage war nachvollziehbar, denn Teenager Yamal hatte bei einem großen Turnier bisher noch nicht gespielt.
Dabei ging Rabiot noch etwas ins Detail: „Es liegt jetzt an uns, ihn unter Druck zu setzen, es ihm ungemütlich zu machen und ihm zu zeigen, dass er viel mehr leisten muss als bisher, wenn er im EM-Finale spielen will.“ Die durchaus respektvoll gemeinte Aussage wurde in den sozialen Medien ins Gegenteil verkehrt und sorgte für große Aufregung.
Schon vor der Partie schrieb Yamal auf Social Media: „Mache deine Züge schweigend. Rede erst, wenn es Zeit ist, ‚Schachmatt‘ zu sagen.“ Und solche Geschichten schreibt eben nur der Fußball: Im Spiel tanzte Yamal Rabiot aus und erzielte das 1:1. Spanien gewann das Halbfinale schließlich mit 2:1, und Yamal rief in die Kamera: „Sprich doch jetzt! Sprich doch jetzt!“
Yamal provoziert Frankreich
Dieses Mal hält Yamal aber seine selbst gesetzte Regel nicht ein. Der 19-jährige Flügelstürmer des FC Barcelona sagte vor der Partie: „Frankreich muss sich vor uns fürchten.“
Rabiot ist weiterhin Stammspieler bei Frankreich. Auf das Duell mit Spanien und Yamal angesprochen, reagierte der 31-Jährige trotz der Yamal-Provokation nun deutlich vorsichtiger: „Ich bevorzuge es, nicht über ihn und das Thema zu sprechen.“
Auf erneute Nachfrage sagte Rabiot, derzeit in Diensten der AC Mailand, dann doch: „Man geht mit Selbstvertrauen in die Spiele – das ist ganz normal. Lamine ist ein außergewöhnlicher Spieler, jemand, der ein Spiel jederzeit entscheiden kann … und genau deshalb möchte ich nicht zu viel über ihn sagen. Wir haben schon oft gesehen, wie solche Momente Spiele entscheiden können. Für uns ist es ganz einfach – wir konzentrieren uns auf unsere eigene Leistung. Wir wissen, welche Qualität Spanien hat, und wir wissen, wozu wir fähig sind. Das ist alles, was zählt.“
Setzt also dieses Mal Rabiot Yamal Schachmatt?