Vom Titel-Fluch zum Besten der Welt: Kanes irrer Weg

Bild: Daniela Porcelli/Getty Images
Jahrelang galt er als der beste Stürmer ohne Trophäe. Inzwischen sammelt der Bayern-Star Titel um Titel, und nun folgt der Ballon d’Or.
Harry Kane, vom FC Bayern München, hat den Ballon d’Or 2026 gewonnen. Für den Stürmer ist es der Höhepunkt einer Entwicklung, die vor wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte: vom ewigen Titellosen zum Seriensieger.
Immer knapp vorbei mit Tottenham
Bei Tottenham Hotspur erzielte Kane Tor um Tor, ein Titel blieb ihm aber verwehrt. 2015 und 2021 verlor er mit den Spurs jeweils das Finale im Ligapokal.
Am bittersten war das Jahr 2019. Im Champions-League-Finale unterlag Tottenham dem FC Liverpool, näher sollte Kane einem Titel mit den Spurs nie kommen.
Fehlstart in München
Auch der Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2023 brachte zunächst nicht die erhoffte Wende. Gleich in seinem ersten Pflichtspiel verloren die Münchner den Supercup gegen RB Leipzig.
Am Saisonende stand Bayern dann sogar ohne Meisterschaft da, erstmals seit elf Jahren. Der Titel ging an Bayer Leverkusen, und das Bild vom ewigen Pechvogel Kane schien sich zu bestätigen.
Der Bann ist gebrochen
2025 war es endlich so weit: Mit der deutschen Meisterschaft gewann Kane seinen ersten großen Titel. Danach folgte Trophäe auf Trophäe.
In der vergangenen Saison holte Kane mit Bayern erneut die Meisterschaft, den DFB-Pokal und den Supercup, dazu erzielte er 61 Tore in 51 Pflichtspielen. Und auch in dieser Saison gewannen die Münchner den Supercup bereits, mit 2:1 gegen Borussia Dortmund.
Die Krönung in London
Nun folgte mit dem Ballon d’Or die größte individuelle Auszeichnung. Kane ist der erste Bundesliga-Spieler seit Matthias Sammer 1996, der sie gewinnt.
Sein früherer Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino hatte ihm den Preis schon vorab gegönnt, als Belohnung für seine ganze Karriere. „Für mich ist es die Zeit von Harry Kane“, hatte Pochettino gesagt.