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Zauberfußball dauert noch: Kovac setzt auf Minimalismus

Bild: Christof Koepsel/Getty Images

Niko Kovac soll in dieser Saison Borussia Dortmund einen spektakulären Spielstil beibringen. Durch Verletzungen ist das Projekt aufgeschoben. Dafür setzt Kovac auf seine Domäne.

Bei Borussia Dortmund ist die Sehnsucht groß, den Fans wieder Spektakel zu bieten. Am 1. Spieltag dieser Saison keimte große Hoffnung auf, denn die beiden griechischen Neuzugänge Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias liefen bereits gegen den Hamburger SV heiß.

Konstantelias verletzte sich zu Saisonbeginn

Doch der 2:0-Sieg war mit einem Kreuzbandriss von Konstantelias teuer erkauft. Auch Karetsas fällt verletzt immer wieder aus. Trainer Niko Kovac wird ohnehin nachgesagt, er könne gar nicht Zauberfußball spielen lassen. Der Kroate kontert in der Regel mit der sinngemäßen Antwort, dass alles möglich ist, wenn der Kader qualitativ darauf ausgerichtet ist.

Nun muss Kovac vorerst ohne das Griechen-Duo auskommen und besinnt sich offenbar auf das, was man ihm nachsagt: unspektakuläre, knappe Siege einzufahren. Kovac, das Ergebnis- und Mentalitätsmonster.

Ein Blick auf seine Bilanz: In dieser Saison hat der BVB sieben Pflichtspielsiege eingefahren. Vier davon, wie zuletzt in der Champions League bei Sabah SK, wurden mit nur einem Tor Unterschied errungen. Hinzu kamen ein 2:0 gegen den HSV, ein 3:0 gegen Aufsteiger SC Paderborn und ein 5:0 im DFB-Pokal beim Underdog HEBC Hamburg.

49 Siege für Kovac und den BVB

Seit er den BVB im Februar 2025 übernommen hat, glückten Kovac 49 Pflichtspielsiege, wenn man den Pokalsieg im Elfmeterschießen bei Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison herausnimmt. Von den 49 Siegen gelangen 21 mit einem Treffer Unterschied.

Bei 14 Siegen waren es zwei Tore Differenz. Bei 14 weiteren Erfolgen glückte der Sieg mit drei Toren oder mehr Unterschied. 42,9 Prozent der Siege gelingen demnach mit einem Tor Unterschied. 71,4 Prozent der Siege klappen mit einem oder zwei Toren Unterschied.

Für ein Top-Team bleibt Kovac als Coach damit eher ein Minimalist, also sehr effizient im Siegen, ohne Spektakel, selten mit glanzvollen Ergebnissen. Wer weiß, ob Kovac mehr Spektakel bieten kann, wenn Karetsas und Konstantelias wieder zusammen im Mittelfeld spielen können.

Bis dahin gilt: Der Erfolg gibt Kovac recht, auch wenn die Spiele in der Regel unspektakulär bleiben.

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