Nach Derby-Pleite: Blessin kämpft gegen Gladbachs größte Probleme

Bild: Lars Baron/Getty Images
Fünf Niederlagen, null Punkte und wachsende Unruhe: Borussia Mönchengladbach steckt tief in der Krise. Alexander Blessin kämpft an mehreren Fronten.
Borussia Mönchengladbach steht nach fünf Bundesliga-Spieltagen mit dem Rücken zur Wand. Auch unter dem neuen Trainer Alexander Blessin gelang den Fohlen bislang nicht die erhoffte Wende. Die 1:2-Niederlage im Rheinderby gegen den 1. FC Köln verschärfte die Lage zusätzlich. Vor dem Kellerduell mit der TSG Hoffenheim am Sonntag wächst deshalb der Druck auf den 53-Jährigen, der den Traditionsverein aus seiner sportlichen Krise führen soll.
Blessin kämpft gegen zahlreiche Probleme bei Gladbach
Wie Bild berichtet, hat Blessin nach der Derby-Niederlage bereits mehrere Maßnahmen ergriffen. Unmittelbar nach dem Spiel suchte er gemeinsam mit Sportdirektor Rouven Schröder das Gespräch mit Mannschaft und Fans. Die Botschaft an die Spieler lautete: „Wir stehen das gemeinsam durch.“
Auch auf dem Trainingsplatz setzt Blessin deutliche Akzente. Seine Ansprachen gelten intern als besonders klar, zudem haben Intensität und Lautstärke der Einheiten zugenommen. Im Mittelpunkt steht die defensive Stabilität. Vor allem im zentralen Mittelfeld sollen die Räume für gegnerische Spieler enger werden. Nach der Niederlage in Köln hatte der Trainer außerdem unnötige Ballverluste und mangelhafte Tiefenläufe kritisiert.
Doch längst nicht alle Probleme lassen sich durch taktische Anpassungen lösen. Laut dem Bericht bestehen auch Zweifel an der Fitness des Kaders. Zahlreiche Verletzungen und muskuläre Beschwerden erschweren die Arbeit des Trainers. Leistungsträger wie Tim Kleindienst, Nicolas Kühn, Jens Castrop, Franck Honorat, Ko Itakura und Shuto Machino fehlten bislang verletzt oder konnten ihre gewohnte Form nicht erreichen.
Hinzu kommt die schwierige Situation von Florian Neuhaus. Der frühere Nationalspieler erhielt im Derby eine Gelegenheit, konnte diese jedoch nicht nutzen. Damit bleibt auch seine Rolle innerhalb der Mannschaft eine offene Baustelle. Für Blessin wird das Heimspiel gegen Hoffenheim zur nächsten Bewährungsprobe. Sollte Gladbach erneut verlieren, wäre auch unter dem neuen Trainer weiterhin kein Befreiungsschlag gelungen. Viel Zeit, um die zahlreichen Probleme in den Griff zu bekommen, bleibt den Fohlen nicht.