BundesligaEintracht Frankfurt

Frankfurt in der Krise: Hinter den Kulissen wachsen die Zweifel

Bild: Fabio Deinert/Getty Images

Nach dem Absturz auf Tabellenplatz 14 wächst bei Eintracht Frankfurt die Unruhe. Neben den sportlichen Problemen rücken auch die Verantwortlichen in den Fokus.

Eintracht Frankfurt steckt in einer tiefen Krise. Nach der 0:6-Niederlage gegen RB Leipzig stehen die Hessen auf dem 14. Tabellenplatz und haben bereits 16 Gegentore in fünf Bundesligaspielen kassiert. Doch längst geht es nicht mehr nur um die Leistungen auf dem Platz. Auch die Kaderplanung, die finanzielle Situation und die Zukunft von Sportvorstand Markus Krösche sorgen zunehmend für Diskussionen.

Krösches Zukunft wird zur entscheidenden Frage

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, wächst innerhalb des Vereins die Unzufriedenheit mit der defensiven Zusammenstellung des Kaders. Die Abgänge von Aurèle Amenda, Nathaniel Brown, Rasmus Kristensen und Arthur Theate sollten durch neue Spieler aufgefangen werden. Doch auch die Verpflichtungen von Noah Atubolu, Lilian Brassier, Noel Aseko und Raphael Onyedika konnten bislang keine ausreichende Stabilität herstellen.

Im Winter soll deshalb sowohl in der Innen- als auch in der Außenverteidigung nachgebessert werden. Offen bleibt allerdings, ob Krösche dann weiterhin die sportliche Planung verantwortet. Besonders brisant ist die bevorstehende Mitgliederversammlung am Montag. Präsident Mathias Beck, dessen Wiederwahl als wahrscheinlich gilt, dürfte anschließend auch als Aufsichtsratschef gefordert sein. Dabei steht die Frage im Raum, ob der Verein die Zusammenarbeit mit Krösche in der bisherigen Form fortsetzen möchte.

Sportlich hat auch Trainer Adi Hütter die Probleme bislang nicht lösen können. Der Österreicher ist nach Dino Toppmöller, Dennis Schmitt und Albert Riera bereits der vierte Trainer, der 2026 versucht, die Eintracht wieder in die Erfolgsspur zu führen. Zusätzlichen Druck erzeugt die anhaltende Heimschwäche. Seit dem 1:0 gegen Heidenheim am 14. März wartet Frankfurt auf einen Bundesliga-Heimsieg. Am Freitag gegen den 1. FC Köln droht sich die Krise weiter zu verschärfen.

Auch wirtschaftlich stehen wichtige Entscheidungen an. Zwar erzielte die Eintracht durch große Transfers hohe Einnahmen, der finanzielle Spielraum bleibt aufgrund laufender Kosten allerdings begrenzt. Die anstehenden Finanzzahlen könnten zeigen, welche Möglichkeiten für weitere Kaderinvestitionen tatsächlich bestehen. Für die Frankfurter geht es damit um mehr als die nächste Bundesliga-Partie. Sollte die sportliche Trendwende ausbleiben, könnte auch die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Vereins weiter an Schärfe gewinnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert