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Vor Bayern-Duell: Augsburg-Trainer gibt Einblicke in virtuelle Assistenten

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Augsburg-Trainer Manuel Baum gewährt spannende Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. Dabei spielen KI-Assistenten eine immer größere Rolle.

Künstliche Intelligenz ist längst auch im Profifußball angekommen. Beim FC Augsburg gehört die Technologie inzwischen fest zum Arbeitsalltag. Vor dem Bundesliga-Duell gegen den FC Bayern München am Samstag (15:30 Uhr) hat Trainer Manuel Baum interessante Einblicke in die internen Abläufe des Vereins gewährt. Im Interview mit der Abendzeitung München sprach der 46-Jährige ausführlich über den Einsatz künstlicher Intelligenz und die bisherigen Erfahrungen.

Jeder Fachbereich verfügt über einen KI-Assistenten

„Die Frage war: Wie schaffen wir es, noch effizienter zu arbeiten?“, erklärte Baum. Erste Ergebnisse gibt es bereits: „Da ist schon das Ergebnis gewesen, dass wir durch die KI-Assistenten viele Ressourcen einsparen konnten.“ Der Augsburger Coach betonte zudem: „Wir haben damit also mehr Zeit für andere Dinge. Es ist also ein zusätzliches Tool, das uns hilft. Wir sollten es aber nicht überhöhen.“

Besonders interessant ist der Umfang, in dem Augsburg die neue Technologie bereits nutzt. „Jeder Fachbereich hat bei uns nun einen virtuellen Assistenten“, verriet Baum. Auch bei der Verarbeitung von Spielinformationen kommen die digitalen Helfer zum Einsatz. „Die Videodaten fließen zum Beispiel mittlerweile automatisch in unser System und wir können dann relativ schnell Korrelationen erstellen und spielrelevante Informationen bekommen.“

Neben der technologischen Entwicklung beschäftigt sich Baum intensiv mit der Führung einer Mannschaft. Dabei findet er auch lobende Worte für Bayern-Trainer Vincent Kompany. „Wenn man auf die Evolution der Trainer schaut, was gerade gefragt ist, ist derzeit das Thema Führung mit am wichtigsten“, erklärte er. Anschließend ergänzte Baum: „Heißt: Wie schaffe ich es, einen Menschen zu Höchstleistungen zu bringen? Und das nicht nur bei den Spielern, sondern auch dem gesamten Trainerteam. Und das kann Kompany.“

Auf dem Platz werden die beiden Trainer am Samstag allerdings zu Gegnern. Für Baum steht dabei nicht die reine Verteidigung gegen die Münchner Offensive im Mittelpunkt. „Wir dürfen nicht mit der Haltung herangehen, das Tor zu verhindern, sondern, dass wir den Ball erobern wollen“, stellte er klar. Die Marschroute gegen den Rekordmeister formulierte der FCA-Coach entsprechend eindeutig: „Wenn man gegen die Bayern nur darauf gepolt ist, kein Gegentor zu bekommen, werden wir das Spielziel nicht erreichen.“

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