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Ruhepol mit Luft nach oben: Wie gut ist Frankfurts neuer Sechser?

Bild: Neil Baynes/Getty Images

Eintracht Frankfurt hat einen neuen Anker im Mittelfeld. Seine beste Form hat der Neuzugang aber noch nicht gefunden.

Raphael Onyedika ist bei Eintracht Frankfurt auf Anhieb gesetzt. Die Hessen wollten im Sommer vor allem das defensive Mittelfeld verstärken, nachdem in der Vorsaison in allen Wettbewerben 87 Gegentore zusammengekommen waren.

Onyedika kam für zehn Millionen Euro vom FC Brügge und bringt die Erfahrung aus 24 Champions-League-Spielen mit. Bei Trainer Adi Hütter wurde der 25-jährige Nigerianer sofort unverzichtbar.

Starke Zweikampfquote, aber Wackler

Mit 57 Prozent gewonnenen Zweikämpfen in den ersten vier Ligaspielen und seinem ordnenden Einfluss zeigt Onyedika bereits, was er kann. Beim Timing in den Duellen hapert es allerdings noch, drei Gelbe Karten stehen schon zu Buche.

Dazu kommen zwei teure Fehler: Beim 3:3 zum Auftakt in Berlin war er vor dem ersten Gegentor nicht auf der Höhe, beim 3:1 in Mainz verursachte er einen Elfmeter. Auch bei den Ballkontakten (56 pro Spiel) und der Laufleistung (knapp 10,7 Kilometer) ist noch Luft nach oben.

Das System entscheidet mit

Am besten funktionierte Onyedika bislang im System mit Dreierkette, etwa beim Sieg in Mainz an der Seite von Noel Aseko. Gegen Freiburg stellte Hütter auf Viererkette um. Onyedika ließ sich weit fallen, und Aseko musste große Räume allein abdecken.

Die Verantwortlichen wollen ihm Zeit geben, bis zur nächsten Länderspielpause warten fünf Ligaspiele und das Pokalduell beim HSV. Seine Rolle hatte Onyedika bei seiner Vorstellung selbst klar beschrieben: Ohne Ball „möchte ich aggressiv dagegengehen“.

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