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BVB-Top-Elf der bisherigen Saison: Diese Spieler stechen heraus

Bild: Sona Maleterova/Getty Images

Nach den ersten Wochen der Saison zeichnet sich bei Borussia Dortmund bereits ab, welche Top-Elf den Unterschied machen kann.

Borussia Dortmund ist mit bester Laune in die Länderspielpause gegangen: Zwölf Punkte, 9:2 Tore und Platz eins vor dem FC Bayern. Auch im DFB-Pokal und zum Champions-League-Auftakt gab es Siege, nur den Supercup verlor die Borussia mit 1:2 gegen München.

Elf Spieler haben sich bisher in den Vordergrund gedrängt. Natürlich sind diese nicht unantastbar, denn auch die Bank macht ordentlich Druck.

Tor: Gregor Kobel

Im Tor von Borussia Dortmund gibt es keine Überraschung. Der Schweizer bleibt der souveräne Rückhalt beim BVB. Seine Reflexe und sein Stellungsspiel haben den BVB in mehreren engen Spielen im Rennen gehalten. Verbesserungspotenzial bleibt vor allem im Spielaufbau und mit dem Fuß unter Druck.

Abwehr: Joane Gadou

Der 19,5-Millionen-Mann aus Salzburg hat sich auf Anhieb in der Dreierkette festgespielt. Vor allem seine Zweikampfstärke und Robustheit machen den Franzosen schon jetzt wertvoll.

In Stuttgart zeigte sich aber auch die Kehrseite: Zwei grobe Fehlpässe bescherten dem VfB seine besten Chancen. Am Spielaufbau unter Druck muss Gadou also noch arbeiten.

Abwehr: Waldemar Anton

Anton ist der Dauerbrenner der Kovač-Elf und stand bislang in jedem Pflichtspiel auf dem Platz. Bei seiner Rückkehr nach Stuttgart ließ er sich von den Pfiffen der Ex-Fans nicht beirren und nahm Ermedin Demirović früh aus dem Spiel.

Als Abwehrchef muss er die Kette aber auch in schwierigen Phasen zusammenhalten. Beim zwischenzeitlichen 0:2 in Hoffenheim wackelte die Defensive um ihn herum bedenklich.

Abwehr: Nico Schlotterbeck

Zugegeben: Der Vize-Kapitän stand in dieser Saison erst zweimal auf dem Platz. Er zeigte aber direkt seine Qualität – defensiv stabil, dazu mit einigen langen Bällen im Aufbau.

Nach seiner Pause fehlt ihm naturgemäß noch der Rhythmus.

Rechte Schiene: Julian Ryerson

Der Norweger beackert die rechte Seite mit enormem Laufpensum und ist aus Kovačs Startelf nicht wegzudenken. Im Pokal glänzte er zudem mit zwei Torvorlagen.

In Stuttgart bekam er die Grenzen aufgezeigt, als ihn das Duo Führich/Mittelstädt immer wieder beschäftigte. Im Vorwärtsgang fehlte ihm dabei die gewohnte Präzision.

Linke Schiene: Daniel Svensson

Der Schwede ist Kovačs Allzweckwaffe: Nahezu unermütlich läuft er die Bahn rauf und runter. Im Pokal traf er sogar selbst.

Defensiv offenbarte er zuletzt allerdings Lücken. In Stuttgart verlor er ein Kopfballduell gegen El Khannouss, das dem VfB eine Großchance bescherte.

Zentrum: Felix Nmecha

Nmecha ist der Motor im Dortmunder Mittelfeld und stark im Gegenpressing. Gegen Paderborn schnürte er als Joker einen Doppelpack – beim DFB erbt er inzwischen sogar die Rückennummer 8 von Leon Goretzka.

Seine Entscheidungsfindung im letzten Drittel ist aber noch ausbaufähig. Außerdem wirkt er nicht immer fit und spritzig, weßhalb Kovač ihn bisher nicht über die volle Spielzeit einsetzt.

Zentrum: Jobe Bellingham

Der Engländer bringt Dynamik ins Zentrum und stand in den ersten drei Liga-Spielen jeweils in der Startelf. In Stuttgart kam er als Joker und bereitete nach einem Dribbling mit einer maßgenauen Flanke das Siegtor vor.

Verbessern darf sich Bellingham, wenn er unter Druck gerät. Dem 21-Jährigen mangelt es hin und wieder an Ruhe und Übersicht.

Offensive: Konstantinos Karetsas

Der 18-jährige Grieche kam für kolportierte 30 Millionen Euro aus Genk und soll Julian Brandt beerben. Schon zum Auftakt gegen den HSV legte er nach einem doppelten Doppelpass das 1:0 durch Guirassy auf.

Beim Champions-League-Debüt gegen Villarreal brach er zusammen und wurde vom Platz getragen.

Umso stärker war sein Comeback in Stuttgart, wo er als Joker sofort für spielerische Momente sorgte. Verbesserungspotenzial gibt es im Abschluss: Die Chance zum 2:0 setzte er knapp ans Außennetz.

Sturm: Fábio Silva

Der Portugiese ist Dortmunds effektivster Joker und kommt wettbewerbsübergreifend bereits auf vier Tore. Gegen Paderborn traf er schon nach fünf Minuten, in Hoffenheim erzielte er den Ausgleich zum 2:2.

Gegen Villarreal bereitete er als Einwechselspieler zudem ein Tor von Guirassy vor. Mit seinen Tiefenläufen und Dribblings bringt er Tempo ins Dortmunder Angriffsspiel.

Verbesserungspotenzial liegt in der Präzision: Immer belebt er die Partie, lässt im Abschluss aber die nötige Genauigkeit vermissen. Zudem muss er noch beweisen, dass er seine Joker-Form auch über 90 Minuten abrufen kann.

Sturm: Serhou Guirassy

Mit vier Pflichtspieltoren ist Guirassy gemeinsam mit Fábio Silva bester Dortmunder Torschütze. Gegen Villarreal traf er doppelt, in Hoffenheim war er an sechs von acht BVB-Torschüssen beteiligt.

In Stuttgart hing er dagegen isoliert in der Luft und dribbelte sich in einer aussichtsreichen Situation fest. Gegen tief stehende Gegner muss er sich noch besser ins Spiel einbinden.

Die Bank drängt

Knapp an der Startelf vorbei schrammt Maximilian Beier, der in Stuttgart das Siegtor erzielte und bereits zwei Liga-Vorlagen gesammelt hat. Auch Neuzugang Joey Veerman (22 Millionen Euro von der PSV) klopft im Zentrum an.

Ethan Nwaneri sucht dagegen noch seine Rolle, zeigt aber immer wieder spannende Ansätze.

Bitter verlief der Start für Giannis Konstantelias, der gegen den HSV traf und dann einen Kreuzbandriss erlitt.

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