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Kurioser Elfmeter-Protest: Schiri wird suspendiert

Bild: Azael Rodriguez/Getty Images

Manchmal sagt ein Torwart mehr mit Stillhalten als mit einer Glanzparade. Das sorgte sogar für die Suspendierung eines Schiris.

In der zweiten bolivianischen Liga sorgte Torhüter Gustavo Tesonotte für einen der kuriosesten Momente der Fußball-Woche. Beim Stand von 2:2 zwischen Wilstermann Cooperativas und Atlético Independiente pfiff Schiedsrichter Carlos Arteaga tief in der Nachspielzeit einen aus Sicht der Gastgeber völlig unberechtigten Elfmeter.

Statt sich in die Ecke zu werfen, lehnte sich Tesonotte demonstrativ mit dem Rücken zum Ball an den Pfosten und rührte sich schlicht nicht. Der Gegenspieler musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben, Independiente gewann die Partie damit 3:2.

Wie das Portal AllFootball berichtet, erklärte Tesonotte die Aktion anschließend als bewusste, gemeinsam mit seinen Mitspielern getroffene Entscheidung. „Wir spielten um die Qualifikation zum Aufstieg, und dass man uns so behandelt, fand ich nicht in Ordnung. Deshalb haben wir diese Entscheidung getroffen“, sagte der Torwart.

Ärger nur für den Schiedsrichter

Kurios: Der verweigerte Elfmeter blieb für Tesonotte sportlich folgenlos, da die Regeln einem Torwart nicht vorschreiben, überhaupt einen Abwehrversuch zu unternehmen. Konsequenzen musste dagegen nur einer tragen: Der bolivianische Fußballverband erklärte den Elfmeter im Nachhinein für unberechtigt und suspendierte Schiedsrichter Arteaga auf unbestimmte Zeit.

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